28schriftlich, als mündlich hat verkündigenlassen, bleibet treu dem Glauben euerer Va-ter, euerm Glauben, der schon durch seinAlterthum das Geprage der Wahrheit vorjeder neuen Lehre hat. denn, wie der Apo-stel an die Hebräer schreibt, (K. 13. V. 8.)Jesus Christus war gestern undheute, und wird derſelbe in Ewig-keit seyn; folglich wie unveränderlich erselbst ist, muß auch seine Lehre, die er ge-prediget, seine Kirche seyn, die er gestiftet hat.Wozu aber dies, werdet ihr denken,da ich zu Rechtgläubigen rede? VerzeihetAllerliebste! Wenn Suitbert, euer Apostel,nach dem Zeugnisse seines Lebensstellers (C.26.) die Seinen mahnen zu dörfen glaubte,daß sie alles, was sie von ihm gelernet,und was sie an ihm gesehen hätten, mitunerschüttertem Glauben, und Treue be-wahren sollten, so glaubte ich auch, michberechtiget zu seyn, diese Sprache zu führen:ja, ich glaubte mich dazu aufgefordert zuseyn. Warum? Gewiß nicht, daßich an euerer Anhänglichkeit für dieWahrheit zweifle, sondern weil die Gefahr,den Glauben zu verlieren, in diesen unsernTagen groß ist. Sehet diesen meinen Aus-druck nicht als eine heilige Träumerey an:denn
Druckschrift
Zweyte Rede bey dem eilfhundertjährigen Jubelfeste des heiligen Bischofs Suitbertus, Apsotels hiesiger Gegend und der benachbarten Länder : vorgetragen den 7ten des Monats Julius 1817 in der Pfarrkirche zu Kaiserswerth
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28
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