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Zweyte Rede bey dem eilfhundertjährigen Jubelfeste des heiligen Bischofs Suitbertus, Apsotels hiesiger Gegend und der benachbarten Länder : vorgetragen den 7ten des Monats Julius 1817 in der Pfarrkirche zu Kaiserswerth
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1Mein Gott! was konntest du nochmehr thuen, um deine Liebe gegen elendeSklaven zu bezeigen, und unsere Liebe zuverdienen! Wie viele Voͤlker, wie vieleNationen, wie viele Länder und Reicheſind noch in den Finſterniſſen der Irrthu-mer begraben, da uns das Licht des Evan-geliums scheinet? Wie viele Seelen sindin eben dem Augenblicke, da du die unfri-gen schüfst, aus deinen Händen hervor:gegangen, um die Leiber der Wilden undBarbaren zu beleben, die täglich in ihremUnglauben zu Grunde gehen, waͤhrend duuns zur Taufe im Schooße deiner Kirchebestimmtest? Waren denn wir würdigerdeiner Erbarmungen in deinen Augen,0mein Gott! würdiger, als so viele Seelen,die täglichen Schlachtopfer deiner Gerech-tigkeit? Haben wir deine Vorliebe mehrverdient, als viele andere, die derselben nichtgenossen, und vielleicht einen heiligeren Ge-brauch davon gemacht hätten, als wir?Nein, Chriſten! nach dem Vorſatzeseines Willens, wie der angezogene Apo-ſtel ferner redet, hat uns Gott durchJeſum Chriſtum an Kindesſtattvorher beſtimmt, und wirklich an-genommen. (Cphes. K. 1. V. 5.)BIch