Druckschrift 
Kloster und Gymnasium Antonianum der Franziskaner zu Geseke
Entstehung
Seite
138
Einzelbild herunterladen
 

138 DIE ZEIT DER SÄKULARISATION ü. DIE SPATERE PROVINZIAL-PKEEGEANSTALT

ton, unentgeltlich zu überweisen, die "übrigen Kloster-Effektenaber, insofern sie nicht ^den Kloster-Geistlichen und Laienbrü-dern zu überlassen oder zur Vervollständigung des Inventarsin Brenschede abzugeben behiü's der Schuldentilgung und Do-tation der Brenscheder Anstalt, meistbietend zu verkaufen" l ).

In einem Landtagsabschied vom Jahre 1834 wurde dieErrichtung einer Provinzial-Pflegeanstalt für hilflose Krankebeschlossen, für die die Klostergebäude in Wiedenbrück oderGeseke bestimmt werden sollten. Weil nun durch königlicheKabinettsorder vom 4. Juli desselben Jahres neben den Kapu-zinerklöstern zu Brenschede, Paderborn, Werl und Werne unddem Franziskanerkloster zu Recklinghausen das Kloster zuGeseke, nicht aber das Kloster zu Wiedenbrück, aufgehobenwurde, war eigentlich mit diesem königlichen Aufhebungsdekretdas Schicksal unseres Klosters besiegelt und seine Zukunft be-stimmt 2 ). Durch ein Schreiben der Regierung vom 29. Novem-ber 1834 wurde die Disposition über die Klostergebäude wohlaus dieser Absichtallerhöchst vorbehalten". Die endgültigeBestimmung erfolgte erst auf Vorschlag des Oberpräsidentenv. Vincke :) ) durch den Landtagsabschied vom 8. Juni 1839, wo-nach die Regierung eine Anstalt für hilflose Kranke der ProvinzWestfalen im Franziskanerkloster zu Geseke genehmigte.

Der letzte Guardian und Priester des Hauses war schonam 12. April 1838 gestorben, und die Tradition des Hausesstand noch allein auf den Augen der beiden alten LaienbrüderDavid Schmitz und Paulinus Grote, die beide in Geseke ge-boren waren.

Weil sie zu alt und zu gebrechlich waren, umirgendein Ämtchen bei der Krankenanstalt übernehmen zu können"und wohl auch wünschten, ihre alten Tage im Kloster zu be-schließen, erklärten sie sich gegen Erhöhung ihrer kleinenPension zum Verlassen des Klosters bereit ') Die beiden letzten

') Akten Nr. 3. Schreiben der Regierung vom 24. Februar 1841 (195).Über die Streitigkeiten wegen des Inventars ebd. (195ff.).-) Die Kabinettsorder bei Falke 48.:l ) Akten Nr. 3 Bl. 51 (211).') Ebd. Schreiben des Bürgermeisters Pieper vom 20. Februar 1841 (219).