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Kloster und Gymnasium Antonianum der Franziskaner zu Geseke
Entstehung
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GRÜNDUNG UND NEUBAU 29

Schaffung der heute noch vorhandenen Statuen des hl. Bona-ventura, Johann von Nepomuk und Johann von Prado berichtet.

Interessant, auch nach der wirtschaftlichen Seite hin, sindverschiedene uns erhalten gebliebene Verträge zwischen demKloster und einigen Künstlern, die an der Ausschmückung derKirche beteiligt waren J ). Im Jahre 1729 verpflichtet sich derBildhauer Johann Bernard Hense von Ruthen, acht Tage vorOstern 1730 eine Statue des hl. Johannes Baptista und einezweite des hl. Franz von Assisi „von ganz trucken Holz, einjedes Bild 6 Fuß hoch ohntadelhaft sauber, fein und ganz aus-gearbeitet nach aller Proportion in der Länge und Dicke" ab-zuliefern, während das Kloster sich verpflichtete, für jede Statue7 Reichstaler zu zahlen.

Ein Jahr später verpflichtet sich der Paderborner Bild-hauer Philipp Pütt, gegen Bezahlung von 50 Reichstalern fürdie 1730 aufgestellte Kanzel die erforderlichen Figuren anzu-fertigen. Es handelt sich um vier Evangelisten für die Kanzel-felder, die als Brustbilder 1 Fuß 10 Zoll hoch und 1 Fuß3V2 Zoll breit sein mußten; ferner um fünf Kirchenlehrer für denSchalldeckel, die als Vollfiguren je drei Fuß hoch „mit allemZubehör nach aller gehörigen Proportion zu verfertigen" waren.Als Krönung des Schalldeckels kam als zehnte Figur der guteHirt in 3 Fuß Höhe.

Zum Beginn des Jahres 1736 wurde zwischen dem Klosterund dem Bildhauer Laurenz Henke ein Vertrag abgeschlossen,durch den er sich für 47 Reichstaler unter einer Konventional-strafe von 4 Talern verpflichtete, sämtliche Bildhauerarbeitendes Muttergottesaltares „von lauter Eichenholz" bis Pfingstenfertig zu stellen. Nachdem dieser Auftrag zur Zufriedenheitausgeführt war, erhielt er am 6. Juli desselben Jahres dieselbenArbeiten mit dem Ablieferungstermin Maria Himmelfahrt fürden Antoniusaltar übertragen, für die 50 Reichstaler unter kon-

kanerkloster gedacht, der im Jahre 1646 die große Glocke für die Petruskirchegegossen hat. Sie trug die Inschrift: Laudo creatorem, voco coetum, nuntiofunus, beila ignesque, praecare, cave; sub R. D. Pastore Joachimo Linnemannet Consule Henrico Hausche opera Fratris Joannis Paris ord. strict. obser-vantiae mense 8 bris 1647. Compana haec fusa est liberalitate Senatus po-pulique üesecensis. Vgl. Liber bapt. ') Akten Nr. 2 2 ff. (45 ff.).