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in Rastatt zusammen, wo sie am 7. März 17 t 4 die Friedensbedingungen unter-zeichneten, und schliesslich der Krieg, der vierzehn Jahre gedauert, ein Endehatte.
In diesem Feldzuge waren das ganze Uebergewicht und alle Vortheile un-zweifelhaft auf der Seite Villars' und alle Nachtheile auf Seiten des PrinzenEugen. Die deutscheu Fürsten des Kriegsschauplatzes befürchteten das Ein-dringen der Franzosen, wünschten eine schnellere Beendigung des Krieges undzögerten , den Prinzen Eugen mit den nöthigen Verstärkungen zu versorgen.Aber wenn er auch durch dieselben verstärkt worden wäre, so hätte er doch,abgesehen von allen Garnisonen und Detachements, nicht mehr als 70,000Mann gegen die 130,000 Mann Villars' gehabt, und hätte mit Hoffnungauf Erfolg nicht offensiv, ja sogar nicht einmal defensiv operiren können,besonders wenn Villars beabsichtigt hätte, über Freiburg und durch den Schwarz-Avald nach Baiern und in die Mitte Deutschlands einzudringen, und inzwischenden Prinzen Eugen vom linken Rheinufer und von Rastatt in den EttlingerLinien zurückgehalten hätte. Ueberhaupt muss man bemerken, dass, obgleichder Prinz Eugen im Laufe dieses ganzen Feldzuges in den Ettlinger Linienverblieb, dieses keineswegs bewusste Unthätigkeit genannt werden darf. ImGegentheil ist es möglich und theils wahrscheinlich, dass der Prinz Eugenmehr Scharfsinn hatte als Villars, der ungeachtet dass er grosse Thätigkeitzeigte, dennoch nicht zu den entschlossenen Mitteln seine Zuflucht nahm, gegenwelche der Prinz Eugen seinerseits beständig Massregeln traf.
Zwei Jahre nach Abschluss des Rastatter Friedens, im Jahre 1716 warder Kaiser Karl VI. genöthigt, einen neuen Krieg mit den Türken zu führen,welche die venetianischen Besitzungen auf Morea überfallen hatten. DemPrin-zenEugen wurde der Oberbefehl über die in Ungarn zusammengezogene 125,000Mann starke kaiserliche Armee anvertraut (70,000 Mann in der Hauptarmee,30,000 Mann im abgesonderten Corps des Grafen Starhemberg und 25,000Mann in eben solch einem Corps des Generals Heister). Auf der Donau wareine Flottille ausgerüstet, und alle Massregeln zu einem entscheidenden Kriegegetroffen. Die Türken hatten gleichfalls eine zahlreiche Armee bei Belgradgesammelt; um aber den Schein hervorzurufen, dass nicht sie den Krieg be-gonnen , verblieben sie in Unthätigkeit, bis die Armee des Prinzen Eugen sichbei Peterwardein und später bei Becs concentrirt hatte. Die Abreise desPrinzen Eugen aus Wien hatte sich bis zum 1. Juni verzögert, und danachkam er den 9. zur Armee nach Becs, wo er bald darauf erfuhr, dass derGrossvezier über die Sau zu gehen beabsichtige. Er traf daher sofort dienöthigen Anordnungen. Den 26. und 27. Juni überschritt der Vezier die Sauund marschirte nach Semlin und Kailovicz. Der Prinz Eugen entsandte be-hufs Recoguoscirung den Grafen Palffy mit 1000 Mann Reiterei; aber 20,000Mann türkischer Reiterei griffen Palffy an und zwangen ihn sich mit Verlustzurückzuziehen. Nun ging der Prinz Engen am 2. August auf zwei Brücken