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Abth. 3, Die Neuzeit Bd. 2 (1874) Kriege der II. Hälfte des XVII. und I. Hälfte des XVIII. Jahrhunderts : 1648 - 1740
Entstehung
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Zweites Kapitel.Die Art der Kriegführung in dieser Periode.

i.

Die Art der Kriegführung im Allgemeinen.

§.9.Der Methodismus in der Führung des Krieges, sein Anfang und

seine Ursachen.

Seitdem das Feuergewehr allgemeiner und sein Gebrauch ein fastausschliesslicher wurde, seitdem die Menge der Reiterei, Artillerie und desTrains der Heere sich bedeutend vergrösserte, sowie ihre numerischeStärke, und schliesslich, seitdem die Heere sich aus Magazinen verprovian-tirten, erschien ein neues, den früheren Kriegen und denen des Mittelaltersfremdes Bedürfnis«, die ununterbrochene Zufuhr des Schiessbedarfs undProviantes der Heere von den Orten aus (vornehmlich Festungen), indenen sich die Hauptniederlagen dieser Gegenstände befanden, und inFolge der Wichtigkeit dieser Orte, wie ihrer Communication mit denHeeren, auch die Deckung sowohl ersterer als letzterer.

Der oben (im ersten Kapitel) erörterte Zustand der Kriegskunst imAllgemeinen, sowie die militärische Einrichtung der Staaten, die takti-sche und innere der Heere im Einzelnen, besonders der Einfluss desMethodismus und der Regierungen, sowie der Gustav Adolph's, trugenviel zur Entwicklung dieser neuen Bedürfnisse des Kriegführens undzur Vergrösserung der Wichtigkeit der Magazine und der Communicationmit ihnen bei.

Der Methodismus strebte darnach, die Führung des Krieges selbst,ähnlich den übrigen Zweigen der Kriegskunst, gewissen beständigen undunumstösslichen Formen zu unterwerfen.