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Abth. 3, Die Neuzeit Bd. 2 (1874) Kriege der II. Hälfte des XVII. und I. Hälfte des XVIII. Jahrhunderts : 1648 - 1740
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154 Beilagen.

Schäften und Znsammenstellung eines Planes zu einem Werke über die Kriegs-kunst beschäftigte. 1642 wurde er ausgewechselt; er gelangte zur kaiserlichenArmee in Brunn und wurde vom Erzherzog Leopold, der mit derselben nachSchlesien marschirte, mit 2000 Mann Reiterei vorausgeschickt; bei Troppauüberfiel er ein feindliches Detachement, schlug es und wurde zum General-Major befördert. Im Jahre 1643, als der Krieg inItalien unvermeidlich schien,wurde er zum Herzog von Modena gesandt, um den Oberbefehl über dessenTruppen zu übernehmen, er kehrte jedoch bald nach Oesterreich zurück underhielt vom Kaiser eine Belohnung von 3000 Gulden. 1644 wurde er zumFeldmarschall-Lieutenant und zum Mitgliede des Hof krfegsraths ernannt. AlsTorstenson die österreichischen Erblande zu bedrohen anfing, wurde Monte-cuculi zum Kurfürsten von Baiern gesandt, um die Ankunft der . bairischenHülfstruppen zu beschleunigen; dann formirte er in Schlesien ein Corps von5000 Mann, mit welchem er unter dem Oberbefehl des Erzherzogs Leopoldzuerst an der Donau, darauf im Feldzuge gegen den Fürsten Rakoczi in Ungarnund endlich am Rhein gegen Turenne (zum ersten Male) operirte. 1646 führteer mit wechselndem Glück den kleinen Krieg gegen den schwedischen GeneralWittenberg, der Böhmen und Schlesien verwüstete, stand bei der kaiserlichenHauptarmee während der für sie ungünstigen Operationen bei Eger, deckteihren Rückzug und ihre Vereinigung mit dem General Johann von Werth undschlug am 22. August die Schweden unter dem Oberbefehl Wrangel's zwischenTriebe! und Dux. Im Jahre 1648, nach der Schlacht bei Zusmarshausen,schlug er mit der Arrieregarde sieben Stunden lang alle Angriffe Turenne's undWrangel's zurück, bis die kaiserliche Armee den Lech passirt und sich beiAugsburg gesammelt hatte. Bald darauf begab er sich nach Böhmen, um dieDemarcationslinie und die Cantonirungsquartiere für die beiden feindlichenArmeen zu bestimmen. Nach Abschluss des westphälischen Friedens begab ersich nach Schweden und dann nach Modena, wo er der Vermählung des Her-zogs beiwohnte und dabei das Unglück hatte seinen Freund, den Grafen Man-zani, bei einem Caroussel zu tödten. 1653 bekleidete er die Würde einesPräsidenten des Kriegsraths in Regensburg und machte dann zu wissenschaft-lichen Zwecken eine Reise durch Deutschland. 1654 wurde er mit geheimenAufträgen nach Schweden geschickt und hatte ausserdem in diesem und im fol-genden Jahre (1655) noch andere diplomatische Missionen. 1657 ernannteihn der Kaiser zu seinem General - Adjutanten, \md in dem darauffolgendenKriege des Polenkönigs Johann Kasimir, der im Bunde mit dem Kaiser gegenKarl X., König von Schweden, und den mit ihm verbündeten Fürsten Rakoczivon Siebenbürgen stand, erhielt Montecuculi, nächst dem GrafenHatzfeld, denOberbefehl über die kaiserliche Armee, die 20,000 Mann und 40 Geschützestark in Schlesien versammelt war; er nahm den Schweden Krakau, schlugRakoczi und nöthigte ihn zum Friedensschlus mit dem Kaiser und zur Lösungseines Bündnisses mit Schweden. Im Jahre 1658, als KarlX. von Neuem in