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Abth. 3, Die Neuzeit Bd. 2 (1874) Kriege der II. Hälfte des XVII. und I. Hälfte des XVIII. Jahrhunderts : 1648 - 1740
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144 Beilagen.

»le coupa en deux«) und tödtete ihn augenblicklich. »Ich werde nicht,« fügtDes-champs hinzu, »über die Trauer und Bestürzung der ganzen Armee sprechen:dieses sind keine gewöhnlichen Gefühle, die durch Worte auszudrücken wären;ich urtheile über dieselben, nach den Gefühlen, von denen ich selbst, einzig alsFranzose durchdrungen war. Der Feind erfuhr davon eine Viertelstundespäter , und diese Kunde machte auf ihn keinen geringeren Eindruck, als aufuns. Sie endete auf ein Mal die schwierige Lage und Verwirrung seiner Ge-neräle und die Furcht seiner Truppen : sie glaubten , dass sie viel gewonnen,indem sie davon überzeugt waren, dass wir Alles verloren.« Der junge SohnSt. Hilaire's, dem der Vater selbst die Kriegskunst praktisch beibrachte, gabsich der Verzweiflung beim Anblicke der schweren Wunde des Vaters hin.»Nicht mich muss man beweinen,« sagte ihm St. Hilaire, »sondern Frankreich,das einen nicht zu ersetzenden Verlust erlitten hat.«

Und in der That übertrifft, nach dem Zeugnisse aller französischen Ge-schichtschreiber und Biographen Turenne's , der allgemeine Schmerz, den seinTod in seiner Armee, bei Ludwig XIV., am Hofe desselben und in ganz Frank-reich hervorgebracht, jede Beschreibung. Niemals ist wohl Jemand so beweintworden, wie Turenne von seinen Soldaten. Der Schmerz war allgemein undin allen Schichten der Bevölkerung gleich: viele Städte legten Trauer an,ganze Bevölkerungen von Dörfern und Städten empfingen seine Leiche undgaben ihr das Geleit auf dem ganzen Wege vom Feldlager der Armee bis nachParis. Ludwig XIV. , in der Absicht, die hohen Tugenden Turenne's unddessen grosse Verdienste um Frankreich gebührend zu ehren, befahl seineLeiche in der königlichen Gruft, in der Abtei St. Denis, beizusetzen. Späteraber wurden seine sterblichen Ueberreste nach der Kathedrale im Hauseder Invaliden zu Paris übergeführt; auf seinem marmornen Grabmale, gegen-über dem Grabmale Vauban's befindet sich die einfache, aber beredte Auf-schrift: »Turenne«.

Schliesslich kann man sagen, dass Turenne das volle Recht hätte, mitden grössten Feldherren der alten, neuen und neuesten Zeit auf gleiche Stufegestellt zu werden, wenn er sich in ganz unabhängiger Stellung befunden hätte,in solcher z. B. wie sich Alexander der Grosse, Julius Cäsar, Gustav Adolph,Friedrich der Grosse, Napoleon I. und sogar Hannibal befunden haben. Aberauch das , was Turenne in voller und gänzlicher Abhängigkeit geleistet, stelltihn unstreitig hoch in die Reihe der grossen Feldherren aller Zeiten und Völker.

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^Fortsetzung und Schluss).

Der Antheil und die Kriegsoperationen Conde's im Frondekriege, von16491658 einschliesslich, sind theils schon oben in der Biographie Turenne's