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und nach bereichert wurden und zu immer grösserer und grösserer Voll-kommenheit, vereint mit ungemeiner Mannigfaltigkeit, gelangten. Wenn manjeden einzelnen und alle seine Feldzüge und einzelnen Operationen prüft, kannman leicht die allmälige Entwickelung seiner Feldherrnkunst verfolgen. Diesesist besonders in den Feldzügen des Frondekrieges zu bemerken, in welchener mit unbedeutenden Streitkräften, aber durch ungemein geschickt aus-geführte Manöver es verstand, die Unternehmungen der feindlichen Armee, dieihm an Truppenzahl und Stärke überlegen war, erfolglos zu machen und ent-schlossen, ja sogar kühn sich in ihrer Nähe haltend, sie zum Kampfe heraus-zufordern und immer selbst kampfbereit zu sein, indem er dabei den Scheineiner ungewöhnlichen Energie mit einer ausserordentlichen Vorsicht verband.Namentlich dadurch zwang er den Feind sich aus dem Gebiete Frankreichs zu-rückzuziehen, beschleunigte den Verfall der Fronde und leistete dadurch Frank-reich einen ungeheueren Dienst. Mehr als ein Mal widersetzte er sich denkleinmüthigen Plänen des Hofes und rettete dadurch sowohl ihn als auch dieSache der gesetzlichen Regierung Frankreichs. In kritischen Fällen und un-vermeidlicher Gefahr bewahrte er unerschütterliche Ruhe, die ungewöhnlichauf seine Truppen und seine ganze Umgebung wirkte und davon Zeugniss ab-legte, dass er wirklich dasjenige besass, was Napoleon I. la partie divine deHart nannte, aber so besass, dass wahrscheinlich er es auch selbst nicht erklä-ren konnte, durch welcheMittel er es erlangt und Andere es erreichen konnten:dies waren augenblickliche Eingebungen des Genius, die keinen Regeln unter-worfen sind. Das Gleichgewicht zwischen Combination und Anordnung imnothwendigen Augenblicke, zwischen Kraftanwendung und Manöver im Felde,macht namentlich seine Grösse aus und stellt ihn als Ideal eines Feldherrn hin.Freilich war er auch nicht fehlerfrei, was er ftuch selbst bekannte; aber dieSumme aller seiner unbedingt richtigen und vorwurfsfrei geschickten Combina-tionen, Anordnungen, Bewegungen und Operationen in jedem Feldzuge überragtseine Fehler in dem Grade, dass sie dieselben verbirgt und aufhebt. Da er eineungemein grosse Erfahrung im Kriegshandwerke besass und eine ganze Reihe aus-gezeichneter Waifenthaten aufzuweisen hatte, konnte er auch ohne Anstrengungsich so geben, wie er war, und gleichgültig gegen die Meinungen und Urtheileder Welt und des grossen Haufens bleiben, uud darin übertraf er sogar Julius Cäsar.Seine Feldzüge in den Jahren 1657 und 1658 und besonders seine Operationenbei Dünkirchen geben einen Beweis davon, in wie hohem Grade er die Kunst besass,je nach den Umständen leicht und schnell seine Pläne zu ändern und vom einenzum andern überzugehen. Im Allgemeinen bestand der charakteristische Zugin seinenPlänen (besonders in denFeldzügen von 1667 und 1672) darin, zuerstnach Umständen möglichst weit vorzurücken und sich dem Feinde nach Möglichkeitzu nähern, dann durch geschicktes Manövriren ihn von der eingeschlagenenRichtung zurückzudrängen, und endlich ihn entschlossen anzugreifen, wenn erauf andere Art seinen Zweck nicht erreichen konnte, und in diesem Letztern