9. Die bemerkenswerthesten Kriege und Feldziigß dieser Zeit. 221
Chorbaten und besonders Ungarn, gegen die er mit den Petschenegengemeinsam zu Felde zog. Unter seinem Nachfolger Peter wäre Bulga-rien fast durch Swjatoslaw von Kijew erobert worden, wurde aberdurch T z i m i s k e s davor bewahrt, der zugleich Byzanz tributpflichtigmachte.
Der bulgarische König Samuel (978—1014) führte 27 Jahre langeinen fast ununterbrochenen Krieg mit den Griechen, indem er Thrazien,Macedonien, Thessalien, sogar Griechenland und den Peloponnes ver-wüstete. Endlich aber wurde er vom Kaiser Basilius IL überwundenund starb aus Kummer über des Letzteren Grausamkeit (er hatte 15,000gefangene Bolgaren blenden lassen) —, und Bulgarien ward von NeuemByzanz unterworfen.
Mehrere Male versuchten nachdem die Bolgaren sich zu befreien,aber erfolglos, bis im J. 1185 dies zwei Bolgarenbrüdern gelang, Peterund Asan, mit Hülfe der Polowzer. Der Letztere wurde der Stammvatereiner neuen Dynastie, der Asaniden, und gleich ihm kämpftenauch seine Brüder und Nachfolger Peter und Johannes (Kalo Janioder Calo Johann) glücklich mit den Griechen. Nach der Einnahmevon Constantinopel durch die Kreuzfahrer im J. 1209 erhob sich der durchBalduin's Hochmuth beleidigte Johannes gegen Jenen, überzog ihn,mit den Polowzern im Bündniss, mit Krieg, schlug ihn aufs Haupt undnahm ihn gefangen. Die Bolgaren und Polowzer begannen die Umgegendvon Constantinopel auszuplündern und zu verheeren und hätten einmales fast durch Ueberfall eingenommen. Johannes wurde dann von einemunbekannten Mörder zur Zeit der Belagerung von Solunj (Saloniki) ge-tödtet.
Nach ihm bekämpfte A s a n 's Sohn Johann bald mit den Griechendie Kreuzfahrer, bald mit den Letzteren die Griechen. Später heiratheteder Empörer L a c h a 1, welcher den in zweiter Ehe mit Maria, einer Ver-wandten des griechischen Kaisers MichaelPaläologus(l 260—1282),vermählten Constantin Töchus getödtet hatte, dessen Gattin, machtesich zum König von Bulgarien, führte ziemlich glückliche Kriege gegendie Griechen, wurde aber von den Mongolen besiegt und durch die Bol-garen vom Thron gestossen. Im J. 1280 entfloh der bulgarische GrosseTerteres, welcher sich des Thrones von Bulgarien bemächtigt hatte,aus Furcht vor den Drohungen des Tataren-Khans N o g a i, welcher nunden Smilitz auf den Thron führte. Terteres' Sohn, Oswentislaw,entthronte Letzteren wieder, führte erfolgreich Krieg mit den Griechenund endete diesen nur dann erst, als er den Kaiser Andronicus ILPaläologus (1283—1319) bewogen hatte, ihm seine Enkelin Theo-dor a zu vermählen.
Nachdem von 1325—1329 der bulgarische König Michael mehrere