52 I. Bis zum Tode Karl's d. Gr. (814).
grosse Beweglichkeit besassen und fähig und gewöhnt waren, weite,rasche und beschwerliche Märsche zurückzulegen, dass sie Karl d. Gr.mit voller Ergebenheit anhingen, trotz der strengen Disciplin, welche erunter ihnen aufrecht hielt. Auch muss man Karl d. Gr. die Gerechtig-keit widerfahren lassen, dass er kunstreiche Befestigungen anzulegenwusste, um sich in den eroberten Ländern festzusetzen und die Grenzenseines weiten Keiches zu schützen. Durch Anlage von Festungen undUnterhaltung ausgerüsteter und bewaffneter Schiffe in den Mündungender Flüsse hielt er namentlich die Einfälle der Normannen ab.
Mit einem Worte, wenn wir alles Gesagte zusammenfassen und unserinnern, dass zu jener Zeit Niemand in so gewaltiger Ausdehnung, mitsolchen Mitteln, auf so grossem Flächenraume, mit solcher SystematikKriege geführt, noch so grosse und glänzende Erfolge errungen hat, sokann man nicht umhin, anzuerkennen, dassKarl d. Gr. wirklich der tüch-tigste, geschickteste und bedeutendste Feldherr jener Zeit gewesen ist.