Druckschrift 
6 (1879)
Entstehung
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Nr. 199.

Der Markgraf Johann* von Brandenburg ersucht den kölner Rath,

dem Heinrich von Stave die Erlaubniss zur Kückkehr in die Stadt

zu geben. Prag (1394), 29. November.

Johans von gotes gnaden marggrafe zu Brandenburg, zu Lusitz,hertzog zu Görlitz.]394 Unseren freuntlichen gruss zuvor und alles gut. Erbern, wisen, besun-dern lieben. Wir haben vernomen, wie das Heinrich vom Staf, ewer mit-burger, unser besunder lieber, in ewerm Ungunst sy, also das er inewerer Stat zu Köln zu diser zyte mit wesen nicht gesin möge; wannwir nu zu demselven Heinrich als zu unserm besundern lieben durchVernunft und redlikeyt, die wir an im wissentlich befunden haben,und ouch besunderer freuntschaft willen, die er uns und den unsernoft und dike bewiset hat, mit sünderlichem gunst geneyget sein,dorumb biten wir ewer liebe mit gantzem ernst und flisse, ob derselbHeinrich wider euch ichtes getan hette, das ir im das durch unsernwillen furbasser nicht zusachen, sunder solichen Ungunst gen im gentz-lichen ablassen und in ouch wider in ewre stat zu Köln ziehen undgerulich und ungehindert by euch gelicher wise, als er vor solichem Un-gunst getan hat, wonen und beliben lassen wollet. Doran ertzeyget iruns soliche freuntschaft und beheglikeyt, der wir euch mit wissendanken wollen, und bewiset euch ouch hieran also, das wir befinden,das der egenante Heinrich unser bete genossen habe, ewre entwort bydisem gegenwortigen Dytrich Kraeu, unserm schenken und liebengetrewen.

Geben zu Prag an sand Andreastage.

Ad mandatum domini ducis,Wolframus, prepositus.

Nach dem Original im Stadtarchiv. In dorso: Den erbem und weysen burger-meistere und dem rate der stat zu Kollen uf dem Reyne, unsern sunder lieben.

Nr. 200.

Der königliche Hofschreiber Johann von Kirchen bescheinigt, von der

Stadt Köln 230 Gulden für zwei königliche Briefe erhalten zu haben.

Prag, 1394, 29. November.

Ich Johans von Kirchen, des Komischen kunigs hofgerichtes hof-schriber, bekenn und tun kunt öffentlich mit disem brief allen den,