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1 (1893)
Entstehung
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143
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Annales Mosellani. 143

scheinlich und möchte den Schottenmönchen zu St. Martin, Pippinsvon Heristal Stiftung in Cöln, dieses Verdienst zuschreiben. Alleindafs 713 Suitberts Tod, 716 Radbots Vordringen bis nach Cöln er-wähnt wird, dafs 753 gerade wie in den Annales Mosellani derTod des Bischofs Hildegar von Cöln, auf dem Feldzug gegen dieSachsen angemerkt wird, das berechtigt uns noch nicht zu einerbestimmteren Annahme über die Herkunft dieser Jahrbücher. Vor-züglich in den Klöstern Belgiens weit verbreitet, sind sie durchZusätze und Fortsetzungen immer mehr angewachsen, bis sie endlichSigebert von Gembloux zur Grundlage seiner gewaltigen Chronikdienten, aber in ihren Anfängen weist nichts nach einer bestimmtenGegend. Nichts tritt dagegen so sehr in den Vordergrund, wie dieFamilie der Hausmeier, und man kann sie daher wohl mit besseremRechte, als irgend einem Kloster, einem Mitglied der Hofgeistlichkeitzuschreiben.

Ganz denselben Charakter tragen auch die gleichzeitigen An-nales Mosellani 1 ), deren Entdeckung in Petersburg durch Lappen-berg ein unerwartetes Licht auf das Verhältnifs der ältesten Annalenzu einander geworfen hat, vorzüglich nachdem Giesebrecht in seinerscharfsinnigen Abhandlung über die fränkischen Königsannalen 2 ) dieFolgerungen, welche dem ersten Herausgeber noch entgangen waren,daraus gezogen hat. Weiter ist dann, wie schon oben erwähnt,durch R. Arnold das gegenseitige Verhältnifs der Annalen eingehenduntersucht.

An der Spitze der Annales Mosellani (welche nach Arnold, wiesie uns vorliegen, schon aus einer Vermischung mit denen vonSt. Amand hervorgegangen sind) stehen von 704 bis 707 irischeNamen. Diese bilden den Uebergang von Bedas kleiner Chronikin der Schrift de temporibus, an welche sie sich anschlössen, zu derNachricht von Drogo's Tod 708, die auch hier die fränkischen Ein-tragungen eröffnet. 713 ist der Tod einer englischen Prinzessin,eines Königs von Ostangeln bemerkt, 726 und 729 unbekannte irischeNamen. Erwähnt wird ferner 726 der Tod Martins, welcher nachden Ann. Petav. ein Mönch von Corbie und Karls Beichtvater war,736 Audoins des Bischofs von Constanz, dessen Name so wenigetwas für die Herkunft der Annalen beweisen kann, wie 728 die

1 ) Von 703 bis 797, SS. XVI, 491—499. Den Namen wählte Lappen-berg wegen der Beziehungen zu Klöstern an der oberen Mosel, welchesich darin finden.

2 ) Münch. Hist. Jahrb. (1865) S. 185-238; vgl. hier vorzüglich S. 224bis 226.