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1 (1893)
Entstehung
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II. Die Karolinger.

Vom Anfang des achten bis zum Anfang des zehntenJahrhunderts.

§ 1. Neue Anfänge der Geschichtschreibung.Fredegars Fortsetzer.

Aasgaben mit Fredegars Chronik. Uebersetzang von 0. Abel ebend. und von 735 an beiEinhards Annalen; vereinigt u. nach der neuen Ansg. v. Krusch. berichtigt 1888.Cauer, De Carolo Martello, Berl. 1846. Breysig, De continuato Fredegarii scholasticichronico, Berl. 1849. Oelsner, De Pippino rege, Vratisl. 1853. p. 2434 De ChronicoFredegarii continuato. Breysig, Karl Martell S. 112. Hahn, Einige Bemerkungenüber Fredegar, Arch. XI, 805-840. G. Monod, Revue crit. 1873, I, 153. Br. Krusch,NA. VIII, 495-515.

.Das Haus der Karolinger bewies von Anfang an seine Berechti-gung zur Herrschaft dadurch, dafs es allein im Stande war, dasReich herzustellen, dem weit vorgeschrittenen Verfall Einhalt zuthun und auf neuen Grundlagen ein neues Zeitalter zu begründen.Auch das Wiedererwachen der Geschichtschreibung knüpft sich ansein Auftreten: mit dem Jahre 687, mit dem entscheidenden SiegePippins, beginnen die Annalen von St. Amand.

Fredegars Chronik war in Burgund, das Buch von den Thatender Franken in Neustrien geschrieben, in Austrasien fanden beideihre letzte Bearbeitung und Fortsetzung. Viel ist über die Beschaffen-heit dieser, über die Arbeit der verschiedenen dabei thätigen Per-sonen geschrieben worden; ich halte mich jetzt an die Resultate vonBr. Krusch, welcher genauer, als zuvor geschehen war, namentlichauch in Bezug auf die Sprache, die Prüfung durchgeführt hat.

Als unter Pippin das Frankenreich in seiner neuen Gestaltungglänzend befestigt war, unternahm es sein Oheim Childebrand,auch für das dauernde Andenken dieser merkwürdigen Begebenheitenzu sorgen. Er liefs ein Exemplar der alten Chronik des Fredegarsorgfältig abschreiben, aber er oder der von ihm Beauftragte begnügtesich nicht mit einfacher Abschrift: er liefs den Liber generationisweg, und setzte an dessen Stelle den Hilarianus de cursu temporum