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1 (1893)
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65
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Die Ostgotken. 65

sich gute Folgen für das Seelenheil versprach. So schrieb nacheiner Mittheilung von K. Lamprecht in d. "Westd. Ztschr. IV, 156in einem Evangeliar des Castorstifts in Coblenz der Schreiber selbsthinzu: „Waniggus peccator nomen habeo. in vitae libro mei memo-riam condo". Darauf folgen andere Namen. Beispiele davon kom-men auch sonst vor 1 ); geschichtlich wichtig sind die Eintragungenim Evangeliar von Aquileja für die Anfänge des Christenthums unterden Bulgaren, während Theodelinde und andere Namen später be-trügerisch zugesetzt sind, was Bethmann entdeckt und nachge-wiesen hat 2 ).

§ 4. Die Ostgothen. Cassiodor.

Manso, Geschichte des ostgothischen Reiches in Italien, Breslau 1824. Aschbach, Ge-schichte der Westgothen, Frankf. 1827. Waitz, Heber das Leben und die Lehre desUlfila, Hannov. 1840, 4. Bessell, Ueber das Leben des Ulfilas und die Bekehrungder Gothen zum Christenthum, Gott. 1860. Max Müller, Lectures on the Scienceof Language, 2. ed. 1862, p. 179 ff. Bessell, Art. Gothen in der Encyklopädie vonErsch und Grnber I, 75. S. 98-242 (1862). Raszmann, Goth. Sprache und Littera-tur, ib. 294—348. Wietersheim, Geschichte der Völkerwanderung, bes. II, 137 ff.Pallmann, Die Geschichte der Völkerwanderung, I, Gotha 1863. II, Weimar 1864.F. Dahn, Die Könige der Germanen, Abth. II. 1861. Wackernagel, Geschichte derdeutschen Litteratur, S. 15—22. Bernhardy, Grundrifs der römischen Litteratur,§ 60. A. Thorbecke, C. Senator, Progr. d. Heidelb. Lyceums 1867. Ad. Franz, C.Se-nator, ein Beitr. z. Gesch. d. theol. Litt. Bresl. 1872. Teuffei § 475. Ebert S. 498bis 542. Balzani p. 1—19. Rinaudo p. 25—31. — Ueber Cassiodor und Jordanis:Papencordt, Geschichte der vandal. Herrschaft in Afrika (1837), S. 383—388.Freudensprung, De Jornande sive Jordane et libellornm eins natalibus, Monaci 1837.H. v. Sybel, De fontibns libri Jordanis de origine aetnque Getarum, Berol. 1838;Entstehung d. D. Königthums, 2. Ausg. (1881) S. 134-208. Waitz, GGA. 1839,S. 769 — 781. Joh. Jordan, Jordanes Leben und Schriften, Progr. des Gymnasiumszu Ansbach, 1843. J. Grimm, Ueber Jornandes. Abh. der Berliner Akademie, 1846(Kleinere Schriften III, 171-235). Cassel, Magyarische Alterthümer, 1848, S. 293bis 310. Stahlberg, Jornandes, Programm der höheren Bürgerschule zu Mühlheima. R. 1854. C. Schirren, De ratione, quae inter Jordanem et Cassiodorium intercedatcommentatio. Dorp. 1858; vgl. die Rec. von A. v. Gutschmid, Jahrbücher für classischePhilologie, 1862, S. 124—151. R.Köpke, Deutsche Forschungen, Berl. 1859. Bessell,Art. Gothen, S. 101—116, recapitulirt die ganze Frage. Waitz, Gott. Nachrichten1865 N. 4, über das Verhältnifs zum Anon. Cuspiniani. Baehr S.247—262. Momm-sen, Praef. Jord. p. XL.—XLIV. — Cassiodori Opera ed. Garet, Rothomagi 1679. fol.Frammenti di orazioni panegiriche, raecolti cd illustrati di Carolo Baudi de Vesme,Memorie della Real Acad. delle Scienzie, Serie II, Vol. VIII; vgl. Reifferscheid,SB. 68, 483, Fragm. d. Lobrede auf K. Theodahat, viell. von Cassiodor nach Arboisde Jnbainville, Bibl. de l'Ecole des chartes, V, 3, 139, vgl. M. Haupt in HermesVII, 377. H. Usener, Festschrift zur Philol. Vers, in Wiesbaden 1877 (AnecdotonHolderi, Excerpt aus der früher unbekannten Schrift C.'s über die Schriftsteller inseiner Familie); vgl. aber Schepss, im NA. XI, 125 — 128. F. Rühl, Ein Anecdotonzur Goth. Urgesch. im Jahrb. f. class. Philol. 1880, S. 549—576 (BarbarischerAuszug aus Cass. über Skythen und Amazonen).

Das ostgothische Reich, so kurz es dauerte, bildete doch einsehr wichtiges Mittelglied zwischen der antiken "Welt und dem Mittel-alter, welche sich in ihm auf merkwürdige Weise berühren.

!) L. Delisle, Bibl. de l'Ecole des eh. 1876, S.484. — 2 ) NA. LT, 112—128.

Wattenbach, Geschichtsquellen I. 6. Aufl. 5