Die Herren Hidel und Feron. 269
findenden Ereignisse nach aussen hin bekannt würden, sowar es dennoch möglich geworden, zuverlässige Nachrichtendurch Convertiten und andere Gegner der gewalthabendenPartei zu erlangen, welche dieselben heimlich von Zeit zuZeit über die nördliche Grenze via Leautung nach Schanghaisandten. Auf diese Weise wurde ich über die Vorfälle imLande in Kenntniss erhalten, und obwol damals wederHoffnung noch Aussicht zu einer Verbesserung unserer Be-ziehungen zu demselben vorhanden war, so war es wol nurzu erklärlich, dass alles das Land Betreffende mich auf dashöchste interessirte.
Eine natürliche Folge meiner letzten Reise, währendwelcher die verfolgten Missionare mich um Beistand ge-beten hatten, war meine Bekanntschaft mit zweien dieserHerren nach ihrer glücklichen Flucht nach China. UeberHerrn Ridel, dessen Brief mir durch den Convertiten Phi-lippus in Heimi überbracht worden, kann ich nur sagen,dass er sehr gebildet und liebenswürdig und ein seinemBerufe von ganzem Herzen ergebener Mann war. — HerrFeron, bisher Provicarius der coreischen Mission, welchereine hervorragende Rolle in diesem Kapitel spielt, verdientindess besonderer Erwähnung. Ich kann noch hinzufügen,dass beide mit dankbarer Anerkennung die Bereitwilligkeitaufgenommen, mit welcher ich ihnen meine Hülfe zugesagthatte — auch ist es vielleicht hier am Platze, ein für alle-mal zu erklären, dass diese Herren weder Jesuiten warennoch jemals dem Orden derselben angehört haben.
Herr Feron hatte, wie ich glaube, über elf Jahre zuder coreischen Mission gehört und sich fortwährend indiesem Lande aufgehalten, als das Unglück hereinbrach,welches seine Gefährten ums Leben brachte und ihm selbstbeinahe das seinige gekostet hätte. Das vorige Kapitelenthält eine Schilderung, wie es ihm und zwei seiner Col-legen gelang, nach vielen Drangsalen und mancherlei Fähr-