FÜNFTES KAPITEL.
SPRACHE UND SCHRIFT.
Coreische Sprachforschungen von J. Hoffmann. — Der Lui-hö undWei jü-lui kiai. — Vernichtung der werthvollen Sprachwerke, vor ihremTode von den Missionaren vorbereitet. — Verschiedene Dialekte. —Schwierigkeit der Erlernung der Sprache. — Ihre grosse Unregelmässig-keit. — Wortzusammenstellung. — Hauptwörter. — Declinationen. —Vergleichungsfälle. — Fürwörter. — Zeitwörter. — Zahlen. — DasAlphabet. — Druck- und SchriftzeicheD. — Einfache und zusammen-gesetzte Silben.
Ganz verschieden von der chinesischen und japanesischen,bildet die coreische Sprache ein eigenes Idiom für sich,das für uns bis heute das am wenigsten bekannte des nord-östlichen Asiens geblieben ist. Die Forschungen europäi-scher Gelehrter über dieselbe haben sich bisher auf dieQuellen beschränken müssen, die ihnen die immerhin lücken-haften Mittheilungen der Nachbarvölker gewähren konnten.Den besten und werthvollsten Beitrag zu der Kenntnissder Sprache haben wir Herrn J. Hoffmann zu verdanken,der, während der langjährigen Anwesenheit des OberstenSiebold in Japan diesem zur Seite stehend, sich eingehendmit dem Studium derselben, soweit ihm die Mittel dazu zuGebote standen, befasst und eine sehr hervorragende Ab-handlung darüber geschrieben hat. Aus dem Lui-hö, einerchinesisch-coreischen Wörter Sammlung, und dem in Japan