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Ein verschlossenes Land
Entstehung
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270 Neuntes Kapitel.

lichkeiten dem Zorn des Regenten und der Verfolgung derausgesandten Häscher zu entfliehen. Während seines langenAufenthalts im Innern hatte er Land und Leute lieben ge-lernt, und während er offen die Irrthümer und die mangelndeBeurtheilungsgabe seines unglücklichen Mitbruders, desHerrn Berneux, eingestand, empfand er tief und schmerz-lich die Wendung, welche die Dinge genommen hatten,und die Unterdrückung und Leiden, welche die Bevölkerungdurch die gewissenlose Handlungsweise und Grausamkeitder Machthaber erdulden musste. Höchst gebildet undsehr unterrichtet, bieder und aufrichtig in seinem Wesen,lag ihm nichts ferner als religiöser Fanatismus; seinemBerufe ergeben, dem er sein ganzes Leben mit der grösstenSelbstverleugnung gewidmet hatte, waren alle seine Ge-danken einzig darauf gerichtet, seine Pflicht, und zwar injeder Hinsicht, zu erfüllen. Von den vielen Missionaren,sowol Katholiken als Protestanten, mit welchen ich im Laufemeiner Reisen und eines längern Aufenthalts in fernenLändern bekannt geworden bin, erinnere ich mich nurweniger, welche ein gleich hohes Lob wie Herr Feron ver-dienen. Je mehr er von Leuten verleumdet und getadeltworden, die in keiner Beziehung werth sind mit ihm ver-glichen zu werden, um so mehr halte ich es für meinePflicht, Zeugniss von seinen vortrefflichen und seltenen Ge-müths- und Charaktereigenschaften abzulegen, und meineUeberzeugung auszusprechen, dass seine Handlungen stetsnur den reinsten Beweggründen entsprangen. Sollte diesesBuch ihm je vor Augen kommen, so möge dies ihm zeigen,dass ich, der nächst ihm das meiste Recht beanspruchenkann, das Mislingen unserer Reise zu beklagen, der letztebin, ihm irgendwelche Schuld daran beizumessen, und dassich ihm im Gegentheil stets ein freundliches Andenken be-wahrt habe, und auch für die Folge bewahren werde.

Es kann kaum wundernehmen, dass ein solcher Mann,