Folgen der französischen Expedition. 267
hohlene Feindseligkeit verwandeln würde, sobald sie zuihrem grössten Frohlocken und zu ihrer eigenen Ver-wunderung entdeckte, wie leicht und mühelos die ihrdrohende Gefahr des französischen Angriffs beseitigt wor-den. — So wenig auch der Regent und seine Crea-toren sich vormals geneigt gezeigt hatten, gutwillig zu-zugestehen, was gefordert wurde, so hatten doch unzweifel-haft die Berichte der Abgesandten den negativen Erfolgerreicht, sie den Europäern günstiger gestimmt zu machenund sie zu überzeugen, dass die Zeit der Absperrung sichihrem baldigen Ende nahte. Dieser Erfolg, welcher mitnicht geringer Mühe und Geduld errungen worden, warjetzt durchaus und unwiederbringlich durch die schlechteLeitung der französischen Expedition verloren gegangen,und die kleine, aber mächtige Partei, welche ihre Herr-schaft nur aufrecht erhalten konnte indem sie neuen Ele-menten den Einlass wehrte, und deshalb der AufnahmeFremder entgegen war, hatte auch hauptsächlich aufseifrigste die letzten Beschlüsse beeinflusst und vollständigden Sieg davongetragen, zugleich jedoch keine Zeit ver-loren, denselben auf jede nur erdenkliche Weise auszu-beuten. Der Regent, dessen Charakter bereits geschil-dert worden, war nur zu sehr geneigt, den Rathschlägenund Einflüsterungen seiner Favoriten Gehör zu schenken,deren Interessen so eng mit den seinigen verknüpft waren.Ueberzeugt, dass seine persönliche Sicherheit und Machtnur durch Aufrechthaltung der bisherigen Verhältnissebestehen könne, Hess er Maassregeln ergreifen, seine Unter-thanen in Schrecken zu versetzen, um ihnen jedes Gelüstnach Neuerungen zu benehmen. Der erste dahin führendeSchritt war die Erneuerung der alten Verordnungen gegendie Aufnahme Fremder auf coreischen Boden, welcher eineMenge neuer und strengerer Verbote folgte. Der Besuchder jährlichen Messe im Norden wurde allen Coreern