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Ein verschlossenes Land
Entstehung
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142 Fünftes Kapitel.

Pioniere der Wissenschaft um dieselbe sehr verdientgemacht haben, wozu sie sowol durch ihre vielfachenKenntnisse und ihre bedeutende Gelehrsamkeit, wie auchdurch ihre unermüdliche Arbeitskraft auf das hervor-ragendste sich befähigt zeigen. Herr Feron, einer derdrei dem Tode entronnenen Missionare, der bisher dieStellung eines Provicarius von Corea bekleidete, hat in-zwischen, um diesem unersetzlichen Verlust in etwas ab-zuhelfen, mit unermüdlichem Fleiss ein neues coreisch-französisches Dictionnaire ausgearbeitet, welches allerdingsnicht die Vollständigkeit des vernichteten besitzt, jedenfallsaber das einzige jetzt existirende ist. Indess ist dasselbebislang meines Wissens noch nicht im Druck erschienen.

Ausser der wirklich rein coreischen Sprache existirennoch mehrere Dialekte, die in verschiedenen Theilen desLandes Eingang gefunden haben. Unter diesen ist hervor-zuheben der chinesisch-coreische, durch die Aufnahmechinesischer Wörter in die Landessprache entstanden, derjedoch im allgemeinen nur wenig verbreitet ist; dann der imsüdlichen Theile der Halbinsel bei weitem vorherrschen-dere, den man mit dem Namen des japanesisch-coreischenbelegen kann, hervorgegangen aus einer eigenthümlichenMischung der beiden Sprachen. Derselbe dankt seine Ent-stehung den Japanesen, welche sich nach Beendigung derKriege im Süden Coreas ansiedelten, im Laufe der Zeitdie Gebräuche, Sitten und Kleidung der Eingeborenen sichaneigneten und sich ganz mit denselben amalgamirten.Aus der Vermischung ihrer Muttersprache mit dem Corei-schen hat sich dann die Corruption gebildet, welche mannoch heutzutage als den vorwiegend gesprochenen Dialektdes Südens bezeichnen kann.

Während die Erlernung des Japanesischen für Europäermit verhältnissmässig geringer Mühe verknüpft ist, sodassdieselben bei nur wenig Pleiss sich nach einigen Monaten