Druckschrift 
Christi Leiden, in einer Vision geschaut
Entstehung
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II. Die Überlieferung.

1. Beschreibung der Handschrift.

Der Text der Passion Christi ist m. W. in einer einzigen Hand-schrift auf uns gekommen, die ich ca. 1920 in Köln aus Privatbesitzerwarb und der ich die Signatur MS. P. Germ. 2 gab. Sie bildetein Heft aus starkem, gelblichem Papier, das besonders auf den Bll. l rund 13 r etwas staubfieckig ist. Ursprünglich waren es 22 Blätter,d. h. je eine Lage zu 12 und zu 10 Bll., doch ist Bl. 20 bis auf einenschmalen Streifen herausgeschnitten. Die ersten Doppelbll. der beidenLagen sind nun in ihren Falten gebrochen, so daß die Bll. 12 und 13lose im Hefte liegen, während ihre korrespondierenden Hälften, Bll. 1und 22, leicht auf dem Umschlag angeklebt sind. Die Lagen selbstsind unbezeichnet, ebensowenig ist alte Blattbezifferung vorhanden, diejetzige, Bll. 122, ist erst von mir in Bleistift eingefügt worden. Aufder Mitte von Bl. 19 r kommt der Text zu Ende; der Rest des Bl. unddie folgenden (20), 21, 22 sind leer. Die Blattgröße beträgt20,3 X 14,6 cm. Auf jeder Seite auch auf den unbeschriebenensind zwei vertikale und zwei horizontale Tintenlinien eingezeichnet;dadurch wird der Schriftraum gebildet, und zwar so, daß je die ersteTextzeile auf der oberen Horizontale steht. Von einer Liniierunginnerhalb des abgegrenzten Raums findet sich keine Spur. Die Zeilen-zahl der Seite schwankt zwischen 28 und 30. Die Höhe des Schrift-spiegels ist 15,4 cm, die Breite 9,4 cm, doch überschreitet der Schreiberhäufig die durch die rechte Vertikale gezogene Grenze. Die schmuck-lose Schrift zwei beabsichtigte Initialbuchstaben, je von der Höhezweier Zeilen auf Bl. l r und 3 r , sind nicht eingefüllt gehört durch-aus einem Schreiber des 15. Jahrhunderts zirka 143040 an.Die Schriftart ist die fränkische Bastarda.