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Johann Hartliebs Übersetzung des Dialogus miraculorum von Caesarius von Heisterbach
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gancz ablassig und die versmahen. Do sy der selben Gots gnaden also empfindenwas, do verhengt ir der priester, ir pfarrer, alle suntag zu Gots dische zegeenund das heylig sacrament zu empfahen, das ir soliche krafft und stereke gab dass y an allen hunger und an leiplieh speyse von einem suntag auff den andernbelaib. Das verhielt sy lange zeitt das sy nyemant davon sagt, bis zu einer zeitt, 5das sy es irem peichtvater offenwart in der peichte, das ir Gott die gnade tat,das sy also mit der geistlichen speys der leiplichen speyse war vertragen. Der selbir peichvatter wundert sich darab und pracht das an den pischoff als ein grosszwunderwerch von Gott. Der selbe pischoff besorgt darinne betrügnüsz in dersache und antwurt im als ein weiser man und sprach zw im, wenn sy fürbas 10zu im körn zu emphahen das sacrament, so solt er ir ein ungesegent oblat raychenund in iren mund legen, so wurd sich die warhait in der sach wol finden. Do derselbe priester also getan und ir ein ungesegent oblat für gotsleichnam in irnmund gelegt hett und die selbe [163 v ] fraue das nicht verstund noch west anndersdann sy hett irn Gott und schöppher empfangen, so gieng sy snellikleich haym 16zu irm haws und ward so hungerig und gyrig nach der leiplichen speys das symaint und besorgt, so solt sy nicht schir essen, sy müsst vor hunger sterben.Doch lieff sy vor essens wider zu irm peichtvatter und maynt es war von schuldeirer sünden, und strewt sich für sein füesse auff die erde und chlagt im pärmk-leich wie ir die götlichen gnade, die ir geben was, benomen war. Do das ir 20peichtvatter also vernam, der freyt sich des innikleich und lobt darinne Gottin seinen werckhen, der allain grosz wunderwerch mit seiner götlichen mächtikaiterzaiget, und darumbe so gab er ir an der selben stat unverzogenleich den warenheyligen leichnam Jhesu Christi. So sy den empfieng, sy auch ze stunden widerdie Gots gnad, die sy verloren, hett, und empfand nicht mer hungere noch be- 25gerung leiplicher speyse. Do das also für den pischoff kom, als im das der selbJ r peichtvatter sagte, des lobt er auch Gott von inniger seiner gewissen.

Novicius: Rem recitas valde miraculosam. Du sagst mir garein wunderleich ding.

Monachus: Si Helyas propheta etc. Sein das ist das der prophet 30Helyas in krafft eines gersteynn prots vierczig tag hat gewandert und gangenund als vil nachte bis auff den perg Gottes, genant Oreb, wes wundert dich danndes so ser, das die vorgenant fraw geleben mocht der speys des lebentigen protsdes heyligen leichnam Jhesu Christi, daraus vil und manigveltig kreffte sind,nicht allain die krafft des leibs, ja auch die krafft der seien ? Des hast du auch 35vormals ein exempel gehabt von der junckfrauen von Quido, die über dasselbeheylig sacrament chain ander leipleich speys noch narung empfieng denn das

9 — 10. in der sache; lal.: aliquid fallaciae esse in causa.13. gotsleichnam] gots ist über Rasur geschrieben.15. hetten.31. 1. Kön. 19, 8.