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zwen leichnam der junckfrawn ausgegraben hatt?' Sy sprach: 'Er haisset Ul-reich.' Der appt sprach aber: 'Ersame, wirdige frawe, ist yndert hye ein frawedes namen Frideruna V Sy sprach: 'Ja.' Der appt sprach: 'Ich pitt euch durchGott ir wellet die genenten paide für euch vordem.' Das geschach allso. Derappt sprach zu im: 'Sag mir, Ulreich, do du die heyligen leichnam [122°] hast 5ausgraben, do hast du einen champ do bey funden, die du in einen hantschüchund domit in deinen püsem hast geschoben, wo ist der selb hin körnen V Ulreichsprach- 'Herre, ir habt war.' Domit chert er sich gegen der chlosterfrauen Fn-deruno und sprach zw ir: 'Frawe, den selben champp habt ir mir genomen.'Die fraw bechant im des. Der appt sprach zu ir: 'Ich pitt euch durch Gott, gebt 10mir wider den champp, wann die weil ich des nicht hau, so wellent die heyligenjunckfrawn nicht mit mir haim komen zu meinem chloster.' Die chlosterfrawePracht snelle den selben champp und gab im dem appt. Do er den zu den heyligenin den schrein legt, do Hessen sich die selben heyligen junckfrawn stat fürenbis zu dem chloster. Do wurden sy mit grossen eren und lobsang empfangen 15und an ein erberge statt geseczt, do sy wirdikleich geeret und gehalten wurdendie zeitt und der selb apte lebt, dem sy sich also in slaff geoffenbart hetten. Zuder zeitt der zwayung und krieg, die do warn zwischen herren Otten und herrenPhilippen, zwain erweiten römischen künigen, do warn grosz kneg und pranntin dem lannde zu Düringen, und von sölicher kriege wegen wurden die selben 20zwen heyligen junckfrawn leibe mit sampt dem andern heyltum desselben chlosterund mit den ornaten an ein ander haimlich statt auff ein gewelb geseczet. Darnachdo die lande gefridet wurden, do warden die benanten stuck alle an ir allte stattgesaczt, ausgenomen der vorgenanten zwair heyligen junckfraw leichnam, der-selben ward vergessen, das sy in dem gewelbe beliben warn. Und geschach das 25sy an irn sarch, darinne sy lagen, zw zwain malen graüleich und forchtsamleichchloppften, das es von mengerm gehört ward. Auch erschynen sy zwir dem gusterdes sagrer und sagten im wie sy von der selben stat danne weichen und beleibenvollen, also versmächt und ungeeret. Do dasselbe mit dem chlopphen und auchmit irer erscheynung und offenwarung nicht geacht noch understanden ward, doerschynen sy an einem heyligen tag under der metten in dem chor vor der pnesterstül in wirdiklichen chlaidern und naigten sich zum ersten gegen den obern alltarW] und darnach gegen dem appt und den priestern allen und giengen domitvon durch ein tür, nahen gelegen do bey, die allzeit wolgesperret und auch dieselb zeitt gesperret was, in allen zugesicht da durch, als ob die selbe tut offen und 8,nicht versperret war. Und wie doch dieselben heyl igen junckfrauen doselbs von
3. vor ich gestrichen ja.7. einen.19. vor krieg ein gestrichenes g. ,,,.., j
28. lat.: Bis etiam sacristae in somnis apparuerunt. und beleihen] undvon derselben Statt (fern) bleiben? Brd.
29. wol; lat. : quod recedere vellent de loco in quo ita haberentur contemptm.