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must er darüber schiffen. Und zw einer zeitt als er in dasselb wasser kom nachgewonhait, do fand er dasselb wasser grosser dann er gelaubt, davon er sich unddas pferd nicht wagen torst an dasselb wasser, und auch chayn schiffung do was,und so er sich also bedenckt was im ze tun sey, do erschain ym die heylig fraw5 Maria Magdalena und nam in bey dem gewant auff irn halls und fürt in überdasselb wasser in einen andern pach, do sy in nyder lyessz also sicczenden auffdem pferd. Also kom er froleich zw seiner kirchen und hiellt darinne messe,da er kainen andern diener zu der selben messe hett denn einen pawren, der imzu allter dient, der derselben kirchen mesner was. Doch was auch pey der selben
10 seiner messe die vorgenant heylig fraw sand Maria Magdalena, die in über daswasser wunderleich mit sampt seinem pfard dar gefürt hett. Und wenn er sichin der messe umbchert zu dem volck und sprach: 'Der herr sey mit euch', sosah er ein wunderschone frauen in der kirchen umbgeen, dar inne er doch chainenandern menschen denn seinen vorgenanten mesner weszt. Und do er den gots-
15 dienst seiner messe volbracht hette. do bestund er denselben seinen mesner mitfrag, ob er yemant bey der messz gesehen hett. Do bechant er im er hett auch dieselben frauen also gesehen in der kirchen umbgeen, und er selber bechant auchdem mesner, das er das also gesehen hett, wann als die heylig geschrifft geweist:"Justus adhuc iustificetur' etc. 'Der gerecht wirt noch gerecht werden und der
20 heylig wirt noch geheyligt werden.'
Derselb erberg priester bedacht doselbs der werlt besorgleichait und despösen geists an fechtung. Von ingüsz gütlicher gnaden verliesz er die weit undnam an sich unseren orden in dem [22'] chloster Hemmerode. Eines tages do erdannoch in dem jar seiner pebernüsz was, do er an seinem gepet lag und die
25 swachhait seines leibs, dy strengikait des ordens und die pein des fegfewrs be-tracht, do ward darinne mit verdriessen bekümert, und snellikleich in wunder-licher krafft ward er enpfinden, wie sein seel von seinem leichnam schied, undsach auch vor im ein grab mit wunderlicher werchperleichait volbracht, und dasunser liebe fraw gotsgepererinn mit grosser chlarhait und mit vil scharen heyliger
30 junckfrawen durch ein fenster im zu angesicht ein gieng, und ward im do gesagtdas sy wer das weib von Nazareth. Sy hüb auff des priesters leichnam, der onseel bas, bey dem haubt, und kayser Fridreich, anherr des kayser Fridreichsder hewtt regnirt, hueb denselben leichnam auff bey den Messen und begrubenden wirdikleichen. Darnach die aller heyligist magt Maria mit der meng der engel
35 ir dyenende wider zw hymel für, und die seel desselben begraben priesters mit irfürt, der nach folgent waren vil scharen der pösen geiste mit flammigen fewr-straln, und doch von hilffe unnser lieben frawen von in ungelaidigt behütt ward.Doch ward dieselbe seel von den gütten engel in ein wundergrosz fewr gefürt,und ir wart do selbs von den engein gesagt, das sy nach irs leichnam tod wider
40 doselbshin komen und in dasselb fewr geen würd, und so zehant empfand die
8. das. 40. in fehlt.