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Lehrbuch der Geburtshülfe für Ärzte und Studierende
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637
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Die Zangenoperation bei Querstand der Pfeilnaht.

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dieser Schwierigkeit scheitert gelegentlich das Anlegen. Um eher Er-folg zu nahen, dränge man die Zangenspitze wie eine Sonde gerade inden Raum zwischen Stirnhöcker und Becken hinein, und lasse nichtnach, bis das Blatt über den Stirnhöcker hinweg seinen Weg findet.Vor Anwendung von 'Gewalt ist ernstlich zu warnen. Hält man nichtstreng darauf, dass der Löffel direct über das grösste Hinderniss hin-weg gelangt, so gleitet das Zangenblatt immer nach hinten vor dieSymphysis sacro-iliaca und berührt die nach hinten gerichtete Gesichts-hälfte. Dann gelingt ein leichtes Schliessen der Zange nicht. Der ge-waltthätige Schluss derselben drückt die Ränder der Blätter so heftigan den Kopf, dass das Kind meistens Schaden nimmt, und das Ex-trahiren unmöglich wird.

Man kann nicht einfach sagen: es muss gelingen, die Zangediagonal an den Kopf zu legen, und für die Fälle, wo auch ein langesBemühen erfolglos blieb, entsteht die Frage, wie man weiter helfen könne.

Fig. 198.

Application der Zange an einem diagonalen Kopfdurchmesser.

Wenn das Zangenblatt, welches über die nach vorn liegende Ge-sichtshälfte eingeführt werden sollte, immer nach hinten gleitet, so istder Schluss der Zange im anderen diagonalen Durchmesser möglich.Angenommen, dass wir eine I. Schädellage mit Querstand der Pfeil-naht haben, so würde der rechte Löffel statt rechts vorn einzugehen,immer nach rechts hinten gleiten. An dem runden Hinterhaupt kannder linke Löffel eher nach Belieben bald mehr vorn, bald mehr hinteneingeschoben werden.

Wenn man den linken Löffel vorn links einschiebt, um den Schlusszu bewerkstelligen mit dem an der hinteren Gesichtshälfte liegendenBlatt, so ist bei diesem Sitz der Zange eine Extraction unmöglich. Aberdrehen kann man den Kopf, und in dieser Weise schreibt Scanzoni x )

l ) Lehrbuch etc. p. 188—191.