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Lehrbuch der Geburtshülfe für Ärzte und Studierende
Entstehung
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589
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Doppelter Handgriff der Siegemundin.

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Alles was den Uterus zur Erschlaffung bringt und dadurch nach-giebiger macht, soll angewendet werden, also unbedingt die Chloroform-narkose. Damit dieselbe recht tief und anhaltend sei, ist es empfehlens-werth, eine Morphiuminjection vorauszuschicken.

Zum Anschlingen können mehrere früher angegebene Schiingen-träger dienen. Ebensogut ist dies möglich mit dem Nabelschnur-repositorium nach C. Braun, welches so einfach construirt ist, dasses im Bedürfnissfalle aus einem elastischen Katheter grossten Kalibersimprovisirt werden kann.

Fig. 180.

Der doppelte Handgriff der Siegemundin.

Der Vorfall eines Armes vereinfacht die Diagnose der Lageund complicirt die Wendung nicht. Der Arm wird angeschlungen, da-mit man ihn bei der Extraction von vornherein ausgestreckt er-halte. Man erspart sich durch das Anschlingen während der Wendungdas spätere Lösen des Armes.

Wir betonen das Anziehen der Schlinge gleich von Be-ginn der Extraction an, damit man nicht, nachdem schon der Thoraxgeboren ist, den Arm über den Rücken herunterzieht (weil ja doch derZug des Geburtshelfers mehr nach vorn und oben gerichtet ist) und eineLuxation im Schultergelenk oder eine Fractur der Clavicula macht.