zum künstlichen Abortus. 569
oder das Einlegen von aufzufüllenden Blasen (die modificirte Methodevon Turnier). Weniger ivirksam, aber zweckmässig als Vorbereitungist die heisse Uterusdouche nach Kiwi seh.
3) Das Ziel der künstlichen Frühgeburt besteht darin, bei engenBecken das Kind, wenn es noch kleiner ist und eher durchgehen kannzur Ausstossung zu bringen.
So einfach die Sache in der Theorie liegt, so hat sie in der Praxisden grossen Uebelstand, dass die zu früh geborenen Kinder in der Regelso wenig Lebenskraft besitzen, dass sie nicht fortzuleben vermögen. BieseLebensschwäche ist um so nachtheiliger, je früher die Geburt eingeleitetwird. Andererseits vergrössert sich die Schwierigkeit der Geburt um somehr, je grösser und lebenskräftiger die Kinder sind.
4) Da die lebensschivachen Kinder meistens wegen ungenügenderErnährungsfähigkeit und zu grosser Wärmeverluste sterben, ist das End-resultat der künstlichen Frühgeburt nur nach der Sterblichkeit bis zumAblauf des ersten halben Jahres festzustellen. Danach ist das End-er gebtiiss kläglich ungünstig für die Kinder.
5) Für die Alütter ist die Mortalität grösser als bei normalen Ge-burten, wegen der durchschnittlich längeren Dauer und der grösseren Ge-fahr der lnfection.
(J) Der künstliche Abortus kommt im Princip zunächst nur in Fragebei Erkrankungen der Mutter, welche für dieselbe bei Fortdauer derSchwangerschaft lebensgefährlich sind und deswegen keine Möglichkeit zurBettung des Kindes geben.
Die Wendung.
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