Druckschrift 
Lehrbuch der Geburtshülfe für Ärzte und Studierende
Entstehung
Seite
564
Einzelbild herunterladen
 

564 Die Geschichte der künstlichen Frühgeburt.

Zeitschr. Bd. VI. p. 18. 1865. - Harting: M. f. G. Bd. I. p. 91 u. 161. Valenta:Die Katheterisatio uteri, Wien 1871. Karl Rokitansky, jun.: Wiener med.Presse 1871, Nr. 3539. Schröder: Schwangersch., Geb. u. Wochenbett,p. 140. - Gerniann: M. f. G. Bd. XII u. XIII. - Hennig: M. f. G. Bd. XVI.

v. Franque: Scanzoni's Beiträge. Bd. VI. p. 109. Berthold: A. f. G.Bd. VI. p. 336. Tarnier: Gaz. des hop. Nr. 132. Nov. 1862. - Tarnier etCazeaux: Traite de l'art des acc. 7. ed. par Tarnier. Paris 1867. p. 1039-Spiegelberg: M. f. G. Bd. 34. p. 375. Cohen: Neue Zeitschr. f. G. Bd. 21.p. 116. 1846. Crede: M. f. G. Bd. VII u. Bd. XI. Hecker: M. f.'G. Bd. XLp. 11. Künne: A. f. G. Bd. VI. p. 332. Paul Scheel: Cominentatio deliquore Amnii etc., usu et natura. Hafn. 1799. Hopkins: Accoucheurs Vade-mecum. 4. edit. London 1814. p. 114. Meissner: Heidelberger med. Annalen1840. Bd. VI. Heft 4. J. Hegetsc h weil er: Die künstl. Frühgeburt etc. Diss.inaug. Erlangen 1879 bringt neue Fälle von Eihautstich aus der Wiener geb.Klinik von C. v. Braun. Lehmann: Amsterdam, Beschouwingen over dedoor kunst verwekte baring. 1848. Kiwisch v. Rotterau: 1. Abth. desX. Beitrages zur Geburtskunde. Würzburg 1846. p. 117. Schöller: Der Tampon,ein neues Verfahren zur Veranstaltung der künstlichen Frühgeburt. Berlin 1841.

Ueber Hüter's Methode vergl. Daniel: Diss. de nova part. praemat. arte legi-time provocandi methodo. Marburg 1843. Spiegelberg: A. f. G. Bd. I. 1870. 1.

Stehberger: A. f. G. Bd. I. p. 465. Litzmann: A. f. G. Bd. IL p. 169217.

Leopold: A. f. G. Bd. VIII. p. 221. Landau: A. f. G. Bd. XL p. 1.Dohrn: Ueber künstliche Frühgeburt beim engen Becken. Volkmann's Klin.Vorträge. Dohrn: A. f. G. Bd. XII. p. 53. - Wiener: A. f. G. Bd. XIII.p. 80- Gibt aus der Spiegelberg'schen Klinik günstigere Resultate für die Mütteran, als früher. Er resumirt, dass die künstl. Frühgeburt innerhalb gewisserGrenzen der Raumbeschränkung einer C. v. von 8,57 cm das mütterliche Lebenmehr schützt als Spontangeburt. Kleinwächter: A. f. G. Bd. XIII. p. 280u. p. 442. Die künstl. Unterbrechung der Schwangerschaft. Wien 1879. Leopold:A. f. G. Bd. XIV. p. 299. Winckel, sen.: C. f. G. 1881. p. 197. - Rumpe:A. f. G. Bd. 21. p. 85, sehr günstiger Bericht aus der Dohrn'schen Klinik.Breisky: Prager Zeitschr. f. Heilk. 1882. III. p. 295. Fleischmann: A. f. G.Bd. 27. p. 73. - Bayer: Z. f. G. u. G. Bd. XL u. A. f. G. Bd. 27. p. 326. Ein-leitung der Frühgeburt durch den constanten Strom. Bumm: A. f. G. Bd. 24.p. 38. Olshausen: Beiträge zur Geburtshülfe etc. p. 162. Stuttgart 1884-

Historische Notizen. Guillemeau, Mauriceau, Puzos kanntenden Eihautstich als zuverlässiges Mittel, um Wehen anzuregen, und machten vondemselben Gebrauch, um bei gefährlichen Blutungen die Geburt zu befördern.Aber die erste Frühgeburt mit voller Ueberlegung wurde von Macaulay 1 ) 1756angeregt. Hierzu diente der Eihautstich, welche Methode in England im Anfangausschliesslich und noch später hauptsächlich zur Anwendung kam.

In Deutschland wurde die künstliche Frühgeburt zum ersten Mal von Wenzeleingeleitet (1804), und von demselben später 2mal wiederholt. Zu weiterer Ver;breitung gelangte sie jedoch erst in den zwanziger Jahren.

In Frankreich blieb- die künstliche Frühgeburt auffallend lange unberück-sichtigt. Nachdem einige Geburtshelfer mit vollständigem Erfolg dieselbe ein-geleitet hatten, trat Baudelocque mit dem Gewicht seines Ansehens der An-erkennung dieser Operation entgegen. Seine Einwürfe waren:

1) dass die Kinder während oder sehr bald nach der Frühgeburt zu Grundegehen würden;

2) dass es nicht immer möglich sei, die Dauer der Schwangerschaft genauzu bestimmen;

3) dass die zu Gebote stehenden Mittel unsicher in ihrem Erfolge seien (ersagte dies speciell, aber mit dem grössten Unrecht auch vom Eihautstich);

') Denmann, Chapt. XII. Sect. X. p. 173 seq.