Umstülpung der Gebärmutter. 467
mechanische Erweiterung der Cervix sehr rationell (Vorschlag vonKrukenberg).
Sehr wichtig ist das Verfahren mit dem Mutterkuchen. Principiellsoll man trachten, die Placenta, wenn sie noch haftet, mit zu reponirenund von selbst austreiben zu lassen. Ist sie schon theilweise gelöst, sokann es mehr bluten, als wenn man sie ganz löst. Es kommt hierauf die Wehenthätigkeit an. Ein entschiedener Missgriff ist es aber,von einer schlaffen invertirten Gebärmutter .die Placenta abzutrennen,weil dadurch die Blutung rasch tödtlich werden kann.
Oben haben wir schon angegeben; dass schliesslich nach erfolg-losen Bemühungen der Colpeurynter eingelegt wird, der durch den per-manenten Druck mit grosser Wahrscheinlichkeit die Reposition nochim Laufe des Wochenbettes erzielt.
Inhaltsübersicht.
1) Die Umstülpung kann die Folge sein von Zerrung am Nabel-strang im Moment der Schlaffheit der Gebärmutter. Ebenso kann einunzeitiger Druck schädlich wirken.
2) Das beste Mittel zur Stillung der heftigen Blutung ist die Re-position. Man soll, tco dieselbe schwer geht, das Corpus uteri möglichstcomprimiren und den umschnürenden, hemmenden Bing möglichst dilatiren.
3) Die noch haftende Placenta soll an der Haftstelle belassen undmit derselben reponirt werden. Doch ist wieder besser eine theilweisegelöste Placenta ganz abzutrennen, weil es bei halber Ablösung ammeisten blutet.
Die Eklampsie.
Literatur.
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