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Lehrbuch der Geburtshülfe für Ärzte und Studierende
Entstehung
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456
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456 Blutungen wegen vorzeitiger Lösung bei normalem Sitz.

2. ed. London 1871. Breisky: Ueber die Behandlung der puerperalen Blu-tungen. Sammlung Min. Vorträge. Nr. 5. 1871, empfiehlt die Einführung von Eis-stücken , Liquor ferri-Injectionen, Compression der Aorta als Blutstillungsmittelund zur Einschränkung der Hirnanämie, zur rascheren Restauration Tinct. opiipost partum. Fasbender: Ueber eine bimanuelle Compressionsmethode etc.Berlin. Beitr. z. G. u. G. Bd. I. 1872. p. 46. Müller, P.: Wien. med. Presse1874. Barnes, R., und Braxton Hicks sind sehr von den Liquor ferri-In-jectionen eingenommen. London obstetr. Transactions 1874. Smith, H.: Londonobstetr. Transact. 1874. p. 44. Snom Beck: Brit. med. Journ. Jan. 3, Febr. 25und March 7. 1874, tritt sehr energisch gegen Liquor ferri-Injectionen auf.Binet: Bull. gen. de therap. Juin 15. 1875, tamponirte den Uterus mit Tampons,die voran in verdünnten Liquor ferri getaucht waren, 3mal mit bestem Erfolg.Hennig, C.: Haemorrhagia Gravidae interna. Arch. f. Gyn. Bd. VIIT. 1875.Bailly: Lancet. Sept. 1877, machte den Vorschlag, bei Post partum-BlutungenBranntwein in den Uterus zu spritzen. F ritsch: H.: Diagnose und Therapieder Nachblutungen aus grossen Cervicalrissen. Deutsche Zeitschrift für praktischeMed. 1877. Nr. 36 u. 37. Runge: Berl. klin. Wochenschr. 1877. Nr. 13. Heiss-wasserinjectionen gegen Blutungen. Atthill: The Lancet 1878. Febr. 9. Post-partum-Blutungen mit Heisswasserinjectionen behandelt. Temperatur des Wasserssoll zwischen 43,9 u. 46,5° C. sein (ist fast etwas zu niedrig). Bradley: Ob-stetr. Journ. of Great Brit. and Ireland. Bd. 65. 1878. Aug. p. 287. Kalten-bach: Z. f. G. u. G. Bd. II. 1878. p. 277. Schröder: Lehrb. 6. Aufl. p. 675. Barnes, Internationaler med. Congress. London 1881. Die Behandlung derpuerperalen Hämorrhagie. Thomas More Madden (Dublin): Ueber die Ver-hütung und Behandlung des Blutverlustes p. p. ebenda. Engelmann, E. J.:(St. Louis): St. Louis med. and. surg. Journ. 1880. 5. Aug. Wylie (New York):Ueber Cervicalrisse. Amer. J. of obstetr. 1882. Jan. Van de Warker, Ibid.

1882. Jan. Y o u n g, Peter (Edinburg): Gefährliche Blutungen aus Rissen desScheideneinganges. Edinb. med. J. 1883. März. Bayer, G. (Stuttgart): A. f,G. Bd. 21. Heft 1. 2 tödtlich verlaufene Fälle von nicht perforirenden Cervical-rissen mit ausgedehnter Abhebung des Peritoneums. Breus: Wien. med. Blätter

1883. Nr. 50. Schneider: A. f. G. Bd. 22. p. 309. Berry Hart: Edinb.med. J. 1883. Juli.

Ueber die Ungewissheit der Aetiologie haben wir schon gesprochen.

Auch hier kommt die Blutung erst in der späteren Zeit derSchwangerschaft, und dadurch wird die Unterscheidung möglich gegen-über Abortus und Blasenmole. (Siehe p. 336.)

Im Grund genommen sind die Blutungen wegen Beginn einesAbortes oder wegen Blasenmole auch nichts anderes als die Lösung derChorionzotten aus der Placenta materna.

Der Mangel der Gerinnungsfähigkeit ist für die Therapie vongrossem Nachtheil: das Tamponiren hilft häufig nicbts, und man muss Tum die Blutung wenigstens abzukürzen, zur Anregung von Wehenübergehen. (Colpeuryse oder Einlegen elastischer Bougies, gefüllterKautschukblasen mit wiederholtem Durchziehen derselben durch denMuttermund, um ihn dadurch zu erweitern, Laminaria, Seeale und kalteDouchen.)

In sehr vielen Fällen sammelt sich das Blut in der Gebärmutter-höhle an, coagulirt und dehnt dieselbe stark aus. Die Symptome sinddabei die gleichen wie bei der inneren Gebärmutterblutung postpartum (vergl. dort). Möglichste Beschleunigung der Entbindung durchBlasensprengen und Tamponade ist unbedingt erforderlich.