Druckschrift 
Lehrbuch der Geburtshülfe für Ärzte und Studierende
Entstehung
Seite
440
Einzelbild herunterladen
 

440 Die Uterusruptur.

macht. - Ingerslew: C. f. G. 1881. p. 270. - Fornari: C. f. G. 1881.p. 399. - Hofmeier: C. f. G. 1881, p. 619 erwähnt einen Fall von Selbst-zerreissung der Gebärmutter nach 372stündiger geringer Wehenthätigkeit, beistehender Fruchtblase und normalem Becken, also vollständig, ohne die vonBandl aufgestellte Vorbereitung des Uterussegmentes. Ein eben solcher Fall vonSimpson: Glasgow, med. J. 1866 u. Contributions to Obstetr. Edinburgh 1880.Aehnlich war Salin: ref. C. f. G. 1881. p. 823. Contagne: Lyon med. 1882.Nr. 4346. Ref. C. f. G. 1883. p. 342. Spontane Uterusrupturen in der Schwänger-schaft. Kronen C. f. G. 1884. p. 369 bringt eine Zusammenstellung der mitUterusruptur behafteten, aber ohne Drainage geheilten Fälle, wobei zu bemerkenist, dass die Heilung der nicht perforirenden Cervixrupturen etwas ganz selbstver-ständliches ist, wenn keine Infection hinzukommt. Schuchard: Ueber dieSchwierigkeit der Diagnose und die Häufigkeit der Uterusruptur bei fötaler Hydfo-cephalie. Diss. inaug. Berlin 1884. Franz: Zehn Fälle von Uterusruptur ausdem Dresdener Entbindungsinstitut. C. f. G. 1885. p. 61. Ross: New York med.Journ. 1885. p. 301. 14. März. Uterusruptur bald nach Beginn der Geburt undAustritt des Fötus mit den unversehrten Eihäuten in die Bauchhöhle. Plenio:C. f. G. 1885. p. 737. Uterusruptur durch den Fall von einem Heuwagen.Hofmeier: C. f. G. 1883. Nr. 30. Leder er, Simon: 2 Fälle von Ruptarauteri, Laparotomie, Heilung in beiden Fällen; Prager med. Wochenschrift 1887.15. S. 117.

Ueber die Drainage der Bauchhöhle nach der Uterusruptur.

Bandl: Die Ruptur der Gebärmutter etc. p. 88 u. 89. Fromme 1 (ausSchröder's Klinik): Z. f. G. u. G. Bd. V. Heft 2. S. 400. Derselbe: C. f. G.1880. Nr. 18. Mosbach, C. f. G. 1980. Nr. 26. Gräfe (Berlin): C. f. G.1880. Nr. 26. Hecker: C. f. G. 1881, p. 225. Felsenreich (aus G. Braun'sKlinik): A. f. G. 1881. Bd. XVn. p. 490. Mann: C. f. G. 1881. p. 391. Reisz;Wiener med. Wochenschr. 1882. Nr. 22. - Schleisner: C. f. G. 1882. p. 351.Mangiagalli: C. f. G. 1883. p. 360. Doleris: Annales de Gynec. 18S4. ref.C. f. G. 1884. p. 381. Franz: C. f. G. 1885. p. 62 [(2 Fälle mit Drainage ge-heut). - Kaltenbach: A. f. G. Bd. 22. p. 123.

Zunächst ist hier hervorzuheben, dass wir unter Uterusruptur nurdie vollständige Communication zwischen Genitalkanal und Bauchhöhleverstehen und die Einrisse der Cervix mit Erhaltung des Bauchfell-überzuges als etwas prognostisch ganz anderes, als nicht perforirendeCervicalrisse bezeichnen und bei Gelegenheit der Blutungen aus solchenbesprechen.

Ueber die veranlassenden Momente der Uterusruptur hat sich mden letzten Jahren eine sehr wichtige Meinungsänderung vollzogen.Man glaubte früher Durchreibung und Zerreissung auf gleiche Läsionenzurückführen zu müssen, betrachtete gleichsam die Durchreibung alsdas Vorstadium der Ruptura uteri. Wenn das Gewebe durch den langwährenden Druck morsch genug geworden sei, wenn dann auch nochder Kopf zur Seite getrieben werde, wo gerade die schwache Stellesei (Stein d. J.), entstehe die Ruptur.

Die Art des Zustandekommens ist vollkommen richtig und mitüberzeugender Schärfe schon von Michaelis geschildert worden, aber25 Jahre hindurch vollständig unbeachtet geblieben (siehe die Literatur-angaben). Erst Bandl ist es gelungen, durch seine gründliche Er-örterung die Fachgenossen aufmerksam zu machen und der neuen undrichtigen Lehre Eingang zu verschaffen.