Die destruirende Blasenmole.
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Blutbahnen der Decidua serotina weiter gewuchert und von da in dieVenen der Uterinwand vorgedrungen, so dass nach Herausnahme derBlasenmole die Uterusinnenfläche trabeculär zerklüftet und der Innen-fläche des Herzens ähnlich war.
Die drei erwähnten Fälle endeten tödtlich, zwei an Verblutung,der dritte an Peritonitis.
Die Behandlung muss auf die Bekämpfung der Blutung be-schränkt werden. Die manuelle Lösung ist stets sehr misslich, weil mannicht alles entfernen kann und die
Blutung dadurch gar nicht zum Still- Fig. 130. J
stand kommt. Die Stiele sind sodünn, dass sie beim Anziehen derMasse reissen. Um die Ausstossungzu befördern durch Anregung vonWellen und um fest zu tamponiren,ist eine Dilatation des Cervicalkanalesnothwendig und zwar weil die glattenLaminariastifte immer rascher her-ausschlüpfen, in diesen Fällen wohlregelmässig mit Pressschwamm. Mannehme Schwämme, welche durch län-geres Aufbewahren in stark erhitzterLuft (140—160° C.) desinficirt wor-den sind. Ganz besonders zu empfeh-len ist auch das Einlegen von mitWasser gefüllten Gummiblasen (vergl.unter Tarnier's Methode der künstl.Frühgeb.). Neben kalten Scheiden-einspritzungen mache man auch Kalt-wasserklystiere.
Wenn die spontane Ausstossungnicht zu Stande kommt, so lange derAllgemeinzustand ein Zuwarten ge-stattet, wenn einzelne Partien abreis-sen oder stärkere Blutung, Zersetzungu. dergl. energisch zum Handelndrängt, so versuche man zuerst dieExpression des Uterusinhaltes. Wenn
dies misslingt, so ist das bimanuelle Ausräumen der Uterushöhle nichtmein- zu umgehen. Ohne Scheu habe ich selbst schon in solchen Fällenmit bestem Erfolg in jeder Hinsicht die scharfe Curette zur Hülfe ge-nommen, unter Deckung einer Hand die Blasen sämmtlich entfernt undnachher mit desinficirenden Lösungen ausgespült. Freilich heisst es aufpas-sen, dass man keine destruirende Blasenmole unter die Curette bekommt.
Neben der partiellen Hyperplasie von fötalem Bindegewebe in den einzelnenChorionzotten (d. h. Blasenmole) ist von Breslau und Eberth noch eine ähnlicheHyperplasie an dem nicht zottigen Theil des Chorion gefunden und als diffusesZweifel, Geburtshülfe. 2. Aufl. 22
Traubenmole im Uterus. Präparat von Wal-deyeru. Jarotzky in Viren. Arch. Bd. 44..Stück der Uteruswand, zeigt die Aufwüli-lung der Muskulatur durch die entartetenZotten (destruirende Blasenmole).