Kolpitis granulosa und emphysematosa.
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Fig. 124.
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Wo man Verdacht auf eine Vaginitis gonorrhoischen Ursprungshat, wird der Arzt auf eine energische locale Behandlung dringen,schon in Rücksicht auf die Augen des Kindes,aber auch in Rücksicht auf einen normalenWochenbettsverlauf. Am erfolgreichsten ist dasAusspülen mit einer 2°/oigen Lösung von Arg.nitric., die in ein Röhrenspeculum gegossenwird. Durch abwechselndes Zurückziehen undVorschieben des Spiegels werden alle Schleim-hautpartieen mit der Silberlösung bespült. DieEinwirkung auf die Schleimhaut bemerkt manan der Constriction der Vaginalwände und demFesthalten des Spiegels.
Ein eitriger Ausfluss ist auf Gonor-rhoe verdächtig. Schleimige Ausflüsse, dieden Ausgangspunkt im Cervicalkanal haben,können auf einfachem Katarrh beruhen. DieStärke der Absonderung hat mit der Aetiologienichts zu thun. Es kann der stärkste Fluor albusohne Gonorrhoe vorkommen, und bei alter Gonor-rhoe jeder Ausfluss fehlen.
Ausser den gewöhnlichen Ausflüssen kommtbei Schwangeren auch unter gleichzeitigemstarkem Katarrh eine Bildung von Gascystenvor. Win ekel hat diese Erscheinung zuerst be-schrieben und Colpohyperplasia cystica genannt.Schröder wies als Inhalt dieser Cysten ein Gasnach. Es verdient die Krankheit mit Recht denNamen der Kolpitis emphysematosa. Da ichbei zwei solchen Schwangeren Trimethylaminnachweisen konnte, gab ich der VermuthungRaum, dass auch in den Blasen dieses Gas ent-halten sein und sich in denselben nach Ver-schluss der Drüsenmündungen gebildet habenkönnte. Die erste, von Zenker vorgenommenemikroskopische Untersuchung hatte an der Cystenwand eine Epithelauskleidung ergeben. Neuere wiederholte Untersuchungen der Auskleidung von Rüge, Eppinger u. a. haben einabweichendes Resultat gehabt. Dieselben Autorennehmen an, dass die Luft im submueösen Binde-gewebe sitzt. Nur einzelne Stellen wiesen nochmit Epithel bekleidete Fälle auf. Wenn dieseCysten einfach Lymphectasieen sind, wie Spiegel-berg zuerst annahm, so ist das Entstehen desGases mitten im Gewebe durchaus räthselhaft.
Das Vaginalsecret war bei meinen zwei Patientinnen massenhaft vor-handen und ganz schaumig. Ich hielt es und halte es immer noch
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Oidium albicans. I und IIfadenartige Vegetations-form des Soorpilzes, I mitYaeuolen, II mit sichtlicherHefesprossung, ITI hefen-artige Vegetationsform desSoorpilzes (nach Hauss-mann).
Fig. 125.
Trichomonas vaginalis(nach Haussmann).