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Lehrbuch der Geburtshülfe für Ärzte und Studierende
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283
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Allgemeines über Syphilis und Tuberkulose. 283

5) Die grösste Bedeutung hat die Frage: Gehen die Infections-keime von der Mutter auf den Fötus über? Für mehrere Krank-heiten muss man schon heute diesen TJebergang bejahen.

Syphilis.

Literatur.

Syphilis.

v. Bärensprung: Die hereditäre Syphilis. Berlin 1864. Virehow: Diekrankhaften Geschwülste. Bd. IL p. 241, 472, 478. Heck er: M. f. G. Bd. 33.p. 22. Wegner: Ueber hereditäre Knochensyphilis bei jungen Kindern. Virch.Arch. Bd. 50. p. 305. Sigmund: Wien. med. Presse 1873. Nr. 1. Birch-Hirschfeld: Arch. f. Heilk. Bd. XVI. p. 166. - Fournier: Syphilis und Ehe.Deutsch von Michelson. Berlin 1881. Wolff: Zur Trage der patern. Infection.Strassb. 1879. Fränkel: A. f. 0. Bd. 5. p. 1. Vergl. darin die ältere Literatur. Kassowitz: Stricker's med. Jahrb. 1875. p. 359. Weil: Ueber den gegen-wärtigen Stand der Lehre von der Vererbung der Syphilis. Volkmann's klin.Vortr. Nr. 130. 1878. Caspary: Viertel)ahrsschr. f. Dermal u. Syphilis. 1877.p. 481 u. ibid. Bd. VIII. p. 35. 1881. Rüge: Z. f. G. u. G. Bd. I. p. 57. -Mewis: Z. f. G. u. G. Bd. IV. p. 10. - Schütz: Prager med. Wochenschr. 1878.Nr. 46. p. 461. Sigmund: Wien. med. Presse. Bd. XIV. 1873. Nr. 1. Haab:Virch. Arch. Bd. 65. p. 366. Fürth: Wiener Klinik. 1879. Referate sieheSchmidt's Jahrb. Bd. 172. p. 35. Ueber locale Syphilis bei Schwangeren s.Moret: Des Manifestations syph. chez la femme enceinte. These. Paris 1875.Cernatesco: De la marche et de la cluree du chancre syph. et des syphilidesvulvaires etc. These. Paris 1875. Wiederhofer: Allg. Wien. med. Zeitung.1882. Nr. 29. Neumann: Syph. heredit. tarda. Allgem. Wien. med. Zeitung.1882. Nr. 28. Zeissl: Allgem. Wien. med. Zeitung. 1882. Nr. 37. Mauriac:Ueber Syphilis in der Familie. L'abeille med. 1882. Nr. 34. Eisenschlitz:Wien. med. Blätter. 1882. Nr. 4446. Lomer: Z. f. G. u. G. Bd. X. 1884.p. 189. Waldeyer und Köbner: Virch. Arch. Bd. 55. p. 367. Heubner:Virch. Arch. Bd. 84* p. 249. 1881. Steiner, M.: Gibt es habituelles Absterbender Frucht ohne Syphilis? (Wird verneint.) Diss. inaug. Erlangen 1881. Parrot:Archives de physiologie. 1872. p. 133. Societe anat. 1875. Stilling: Virch.Arch. Bd. 88. p. 509. 1882. Müller, R.: Virch. Arch. Bd. 92. p. 532. 1883.Kassowitz: Jahrb..f. Kindhlkd. Bd. 21. p. 52. 1884.

Bei Syphilis und Tuberkulose hat die Frage, ob intrauterin eineInfection stattfinden könne, eine grosse praktische, ja sociale Bedeutung.Für die Syphilis ist die Frage unzweifelhaft zu bejahen, hat aber keinesociale Bedeutung, -weil die Menschen Mittel haben, sich absolut davorzu schützen. Anders ist es bei der Tuberkulose. Die Analogie mit denanderen Infectionskrankeiten würde es auch bei dieser wahrscheinlichmachen, dass die Bacillen schon durch die Placentarw'ände auf dieFrucht übergehen. Räthselhaft und unerklärt wäre jedoch, warum danndie Krankheit Jahrzehnte schlummern, die Infection existiren, aberlatent bleiben könnte, um lange Zeit später, vorzugsweise im Blüthen-alter der Menschen auszubrechen. Wissenschaftliche Beweise für dieeine oder andere Möglichkeit existiren bis jetzt nicht.