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Die Ursachen der Dammrisse.
bei jedem ausgetragenen Kinde gleich — denn die Kopfumfänge variirennicht sehr stark — die Spannung wird aber sofort erheblich stärker undder Damm mehr gefährdet, wenn der Kopf nicht successive mit seinenkleinsten Umfangen aus der Schamspalte tritt.
Wir haben damit die beiden hauptsächlichen Aufgabendes Dammschutzverfahrens angegeben: den Kopf nicht zurasch durchschneiden zu lassen und denselben so zu leiten,dass er sich mit dem Hinterhaupt möglichst in den Scham-bogenwinkel einstellt.
Von vorneherein gibt es Fälle, wo weder der Kopf ungewöhnlichgross, noch der Damm besonders spröde ist, aber zwischen beiden ein
Fig. 98.
Das Dammsehutzverfahren in Rückenlage.
Missverhältniss besteht, das nur durch den Einriss überwunden wird.Man kann zwar diesem Grundsatz entgegenhalten, dass schliesslich derDamm für diese Dehnung eingerichtet sei und mindestens nur unterbesonderen Ausnahmen von einem solchen Missverhältniss gesprochenwerden könne.
Was die Ausdehnung betrifft, so sind unter den Kindeslagen die3. und 4. Schädellagen, auch Vorderscheitellagen genannt, ungünstiger.Es ist zwar nicht richtig, dass bei ihnen der fronto-occipitale Durch-messer, also eine Linie von der Mitte der Stirne bis zur Protuberantiaoccipitalis externa, beim Durchschneiden in der Schamspalte stehe, eskommt auch hier beim spontanen Verlauf der Diameter suboccipito-frontalis zum Durchschneiden; aber das viel breitere Hinterhaupt gehtüber den Damm und vermehrt die Querspannung der Vulva in höheremGrad, als dies die Stirn thut. Noch schlimmer sind die Stirnlagen.
Bei Gesichtslagen kommt zwar wieder das Hinterhaupt über das