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Lehrbuch der Geburtshülfe für Ärzte und Studierende
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Beckenmessung an der Lebenden.

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besonders bei massig fetten Frauen, befindet sich über diesem Knochen-punkt eine flache Grube in der Haut. Die beiden so gefundenen Spinaepost. sup. denke man sich durch eine Linie verbunden und gehe ausderen Mitte circa einen Zoll weit der Wirbelsäule entlang nach auf-wärts. Da muss man den Dornfortsatz des fünften Lendenwirbes finden.Am oberen Rand der Symphysis pubis ist des starken Fettpolsters wegenziemlich stark einzudrücken.

Die französische Schule benützt zum Messen nicht den Dornfortsatz desletzten Lenden-, sondern des ersten Kreuzbeinwirbels. Das gewöhnliche Maassist 19, der Abzug für die Wirbelsäule 6V2 und für die Symphyse l'/a. Auch zumAuffinden des Lendenwirbels sind die oben gegebenen Regeln nicht durchgehendsin Gebrauch. Crede 1 ) empfahl, die Höhe der Hüftbeinkämme durch eine Geradezu verbinden und 1 Vi" oder 3,4 cm unterhalb der Mitte den Proc. spin. zu suchen.Den Abzug von dem D. B. zur Berechnung der C. v. hatte Michaelis 2 ) zu 9,2,Dohrn 3 ) für die normalen Becken zu 10,4, für die allgeniein-gleichmässig ver-engten zu 9,9; für die platten Becken zu 10,3 cm angegeben.

Die Conjugata diagonalis.

Unstreitig hat die Messung dieses Durchmessers die grösste Be-deutung für die Praxis. Die Endpunkte sind: vorn der untere Rand

Fig. 73.

iMS.\

Die Messung der Conjugata diagonalis

*) M. f. G. Bd. V. p. 68. 1855 und klin. Vorträge über Geb. Berlin 1854.

2 ) Das enge Becken, p. 102.

3 ) M. f. G. Bd. 29. p. 296. 1867 und Volkmann's klin. Vorträge: UeberBeckenmessung. Nr. 11.