Muskulatur des Uterus.
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Ordnung engmaschiger und darum nicht erkennbar, gegen den Muttermundhin werden die Zwischenräume weiter.
Durch den Nachweis dieser Faserrichtungen ist die grosse Ex-cursionsfähigkeit und die Gesammtwirkung des Organs auf den Mutter-mund und die Austreibung der Frucht besser erklärt als bisher.
Die neueste Arbeit über die Muskulaturdes Uterus von H. Bayer erweitert in mancherBeziehung das bisher Bekannte. Die Zusammen-fassung des Resultates seiner Arbeit lautet: Esstrahlen in die Uterushörner Faserriehtungenaus der Muskulatur der Tube und der Gebär-mutter- resp. Ovarienbänder aus, und zwar istdie Hauptmasse der hinteren Corpuswand aufdie Ligg. ovarii, die äussere Lage der vordemWand am Corpus und am unteren Teil der Cervixauf das Lig. teres resp. rotundum uteri zurück-zuführen.
Die Tube hat 3 Muskelsysteme, eine in-nere Längslage, die den grössten Theil dersubmueösen Muskellage des Uterus abgibt, eineäussere Längslage, welche einem Theil der äus-seren Faserung zu Grunde liegt, und zwischenbeiden die Ringfaserschicht, welche in die Con-stitution des mittleren Flechtwerkes eingeht.
Am deutlichsten sind diese Schichten zuerkennen am Fundus uteri. Die oberflächlichelongitudinale Ausstrahlung der Tube bildet zu-sammen mit den Fasern des Lig. teres eine hau-benförmige Bedeckung. Diese Faserung stellt sichseitlich um die Tubeninsertion herum in Wirbelndar, und zwar winden sich die Fasern links imSinne der Uhrzeiger, rechts umgekehrt herum.
Die innerste Schicht kommt von der Längs-faserung der Tube und ist ähnlich angeordnet-Die mittlere hat, wie schon gesagt, ihre Ein-strahlungen von der Bingmuskulatur der Tubeund vom Lig. rotund. uteri und dem Lig. ovarii.Die sich kreuzenden und treffenden Faserzügeumschlingen die Uteruswinkel in Spiralen undschräg gestellten Kreisen.
Die hintere Wand des Corpus uteri wirdvon den äussersten und innersten longitudinalenFasern des Oviducts, welche sich in der Median-linie zu einem dreieckigen Muskel sammeln, dannaus der Ringfaserung der Tube, aus den schrägvon oben her sich hereinsenkenden Muskelblätterndes Lig. ovarii und endlich aus den alle Schich-ten durchwachsenden excentrischen Ringen derRetractorenfaserung gebildet.
Der mittlere Theil der vorderen Corpus-wand hat eine äussere longitudinale Faserung,vom Lig. teres und den Ausläufern der tubarenLängsfaserung entstammend, eine mittlere, ausder Ringfaserung der Eileiter und der verschmol-zenen vorderen Retractorenringsegmente, und
CR.
O.J.
Längsschnitt durch das untere Uterin-segment. Nach einer von C. Bugegezeichneten Figur aus Schröderentnommen. O.J. Oriflcium intemum.CR. Contractionsring.