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Lehrbuch der Geburtshülfe für Ärzte und Studierende
Entstehung
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Der Bau der Decidua.

Eies in Berührung kommen und nun ein complicirtes Fach- und Maschen-werk aufbauen. Die Decidua placentalis, wie sie jetzt heisst, bildet mitdiesen Fortsätzen Scheidewände in die Placenta hinein (Septa placentae) rdie sich bis zur Membrana cliorii erstrecken und die sogenannten Coty-ledonen der Placenta abgrenzen. Andererseits senden auch die Stämmeder Chorionbäumchen Ausläufer gegen die Decidua placentalis aus, die.sich dort festankern. Sie erhielten von Langhaus den Namen Haft-wurzeln. Diese Worte erinnern zu deutlich an ein anderes Bild desLebens, das auch ganz zutreffend ist. Nicht anders als ein Baumseine Wurzeln in das feuchte Erdreich einsenkt und vonder Mutter Erde seine Nahrung zieht, so auch die kind-

Durclischnitt der Placeuta und Uterinwand. (Nach Ecker.)a Xabelstrang. b Ämnionüberzug. c Chorion. d Fötaler Theil der Placenta. e Uteriuwaud.f Zottenbäumchen. g Mütterlicher Theil der Placenta (Decidua). h In die Placenta, d. h. zwischendie Chorionzotten dringende Fortsätze der Decidua. i Spiralige Uterinarterien, k Erweiterte

Uterindrüsen.

liehen Gebilde aus der mütterlichen Decidua. Diese letz-teren Zottenbäumchen senken sich in derben, bis 1 mm dicken Stäm-men ein, verlieren ihr Epithel und gehen mit dem mütterlichen Theilder Placenta eine Verschmelzung ein, so dass ein heftiger Zug nichtdie Verbindung löst, sondern nur Zerreissung im mütterlichen Gewebemacht (Langhans).

Schon oben war von der starken Blutgefässentwicklung in derDecidua placentalis die Rede gewesen und der Zweck die Ernäh-rung des Fötus angedeutet worden. Die Blutbewegung in derPlacenta und die Wechselbeziehung zu den Chorionzottenmuss die Art und Weise der Ernährung aufklären.

Die Arterien des Uterus sind gegen die Placentarstelle hin sehrzahlreich. Sj)iralig gewunden durchbohren sie die Muskelschichte undden tieferen Theil der Placenta uterina. Auch die oberflächliche Schicht