46
Bildung des Primitivstreifens.
Beim Kaninchenei sahen Hensen und Kölliker das frühesteStadium. Der Anfang des Primitivstreifens liegt hier am unteren,spitzeren Eipol.
Die Vertiefung der zuerst flachen Rinne geschieht nun durch immer
Fig. 27.
Keimhaut mit dem Primitivstreifen, a Keimhaut (Blastoderm). b Area opaca oder Gefässhof (nach
v. Baer). c Area pellucida mit der Embryonalanlage, d Primitivstreifen.
(Nach Lenoir, See, Tarnier.)
stärkere Erhebung der einrahmenden Streifen. Wir lernen dies ambesten verstehen aus der Bildung der Rückenfurche.
Es zeigen Fig. 30, 31 u. 32 eine solche schrittweise Erhebung.
Die Bilder stammen von einem Embryo, und zwar das erstevon einem Durchschnitt nahe am Schwanzende, das letzte nahe amKopfende. Was sich aber an gleicher Stelle nach und nach bildet,
cnt
Querschnitt durch den dickeren Theil der ersten Anlage des Primitivstreifens eines Kanincheneies(lOömal vergrössert). pr Primitivstreifen, bl Keimblase, ect Ectoderm. ent Entoderm.
(Nach Kölliker.)
schreitet auch vom Kopfende beginnend zum Schwanzende fort, so dassdiese Seriendurchschnitte gerade ein gutes Bild von der schrittweisenErhebung und Schliessung des Rückenwulstes geben.
Wenn man bedenkt, dass alle diese Wandlungen der ursprüng-lichen Keimhaut sich nicht in einer Ebene vollziehen, wie sie bildlich