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Lehrbuch der Geburtshülfe für Ärzte und Studierende
Entstehung
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Bildung des Primitivstreifens.

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und die Differenzirung der Keimblätter zu verlegen, und die Primitiv-rinne ist mit dem Urmund der niederen Thiere identisch.

Wir geben im Anscbluss daran das Bild der Keimanlage einesHühnereies in natürlicher Grösse und dasselbe in massiger Vergrösserung.

Mg. 25.

Emhryonalfleck eines Knuinohenemhryo (nach Kölliker).ag Embryonalanlage, rf Rückenfurche. pr Primitivstreifen.

Da unser Bestreben ausschliesslich darauf gerichtet ist, die Bildungder Körperform und der Eihüllen zu erklären, so verlassen wir dieweiteren Erörterungen über die Keimblattlehre.

Fig. 27 zeigt den Fruchthof von oben. Man unterscheidet andemselben einen durchscheinenden hellen und einen dunkeln Hof (Area

Fig. 26.

Ein Hühnerei, etwa 24 Stunden bebrütet. Keimhaut und Primitivstreifen, ao Area opaca oderGefässhof, die Area pellucida mit der Embryonalanlage umgebend, av Area vitellina. Dotterhofmit einem dunkleren inneren, und einem helleren äusseren Theile, die Grenze des Blastoderms bil-dend, v Dotter, e Chalazae (Hagelschnüre), a Schale, b Schalenhäute, b' Luftraum zwischenbeiden Schalenhäuten, c Grenze zwischen dem äusseren und mittleren Eiweiss. d Grenze zwischendem mittleren und innersten Eiweiss.(Von Kölliker.)

pellucida und opaca). Die Durchsichtigkeit wird beeinträchtigt durchstärkere Zellenanhäufung. Dem entspricht auch das mikroskopische Bild.Greifen wir einen Querschnitt durch den dickeren Theil der erstenAnlage des Primitivstreifens heraus. So stellt sich der Streifen als eineflache Rinne dar, welche von 2 niedrigen Erhebungen eingerahmt ist.