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Lehrbuch der Geburtshülfe für Ärzte und Studierende
Entstehung
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Bildung und Bedeutung des Urmundes.

Zwischen Urmund des Wassersalamanders und der sogenanntenSichel" und demSichelknopf" auf der Keimscheibe des Hühnchensist eine äusserliche und eine wesentliche Aehnlichkeit.

Legt man ein Hühnchenei so vor sich hin, dass der stumpfe Pol

Fig. 21.

Fig. 22.

rz Ery

Fig. 21. Keimblase des Triton taeniatus nach Hatschek und Hertwig. az animale Zellen.

dz dotterreiche Zellen, fh Furchungshöhle. rz Eandzone.Fig. 22. Urrmmdbildung bei einem Ei von Triton (Salamander), Längsdurchschnitt zeigt die be-ginnende Gastrala-Einstülpnng (nach Hertwig). ak, ikäusseres, inneres Keimblatt, fh Furchungs-höhle. ud Urdarm. u Urmund. dz Dotterzellen, dl, vi dorsale, ventrale Lippe des Urdarms.

des Eies nach links, die Eispitze nach rechts gerichtet ist, so ist dieSichel auf der dem Beobachter näher befindlichen Längsseite gelegen.Der quer über das Ei auswachsende Sichelknopf wird zur Primitiv-rinne und zum Primitivstreifen.

Fig. 23.

Fig. 24 a,

---...) u

Fig. 23. Urmundbildung am Ei des Triton, von aussen gesehen (nach Hertwig). u Urmund.

Fig 21 a n. b. Zwei Keimscheiben eines Hühnereies in den ersten Stunden der Bebrütung (nach

Koller), df, hf dunkler, heller Fruehthof. s Sichel, sk Siehelknopf. Es Embryonalschild.

pr Primitivrinne.

Primitivstreifen und Primitivrinne sind die ersten von aussen sicht-baren Veränderungen der Keimanlage. Da, wo die Sichel ist, kommtdas hintere Körperende zu liegen, das Kopfende des Embryo auf derentgegengesetzten Längsseite des Eies. Gerade das Aussehen der Pri-mitivrinne ist bei den höheren Wirbelthieren, sowohl Vögeln als Säuge-thieren, fast gleich. Die Bedeutung derselben ist durch die gegebenenAusführungen erklärt. An diese Stelle sind die Einstülpungsvorgänge