Geschichte der Griechen,148che dieses Besuchs kannten, begrüßten ihn mit dem Na-men „Göttersohn.“ Auf die Frage, ob er in seinemFeldzuge glüklich ſeyn wuͤrde, und ob die Moͤrder ſeinesVaters bestraft seyen, erhielt er die Antwort: ver wür-de einst Herr der Welt; sein Vater Jupiter sey unsterb-lich, aber die Mörder Philipps seyen bestraft. DieSchmeicheley der Priester ward königlich belohnt, undWeihgeschenke von großem Werthe zu den Füßen desGottes niedergelegt.Der König kehrte nun nach Memphis zurük. DieAngelegenheiten Egyptens wurden geordnet, die altenGesetze des Landes bestätigt, und die Verwaltung zweienEingebornen übertragen. Zu Befehlshabern der Besaz-zungen wählte er jedoch Männer von erprobter Treueaus seinem Heere, eine Vorsicht, die der wandelbareCharakter des egyptischen Volkes nothwendig machte.Aus Egypten wandte sich der König wieder nach Phöni-cien. Auf diesem Zuge starb Statira, die gefangeneGattin des Darius; sie wurde mit königlicher Prachtbestattet. Die Großmuth, mit welcher Alexander dieMutter, die Gattin und die Schwestern des persischenKönigs behandelt hatte, veranlaßte einen tiefen Eindrukauf die Gefühle dieses Fürsten. Er erneuerte seinen An-trag zum Frieden, aber Alexander bestand auf Unterwer-fung, und Darius zog jezt aus den östlichen Provinzenseines Reiches ein Heer zusammen, dessen Stärke seineeigene Erwartung übertraf. Dieses Heer hatte sich inden fruchtbaren Ebenen Assyriens an dem Flusse Buma-dus, in der Nähe des Dorfes Gaugamela gelagert.Alexander, der aus Griechenland, Macedonien undThrazien beträchtliche Verſtärkung erhalten hatte, zogdurch Phönicien nach Assyrien; er gieng bei Thapsacusüber den Euphrat, durchwatete den reißenden Tigrisund sobald er durch seine Kundschafter erfahren hatte,der
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