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Fünfter Abschnitt.101an die Spitze des Heeres stellte, das er gegen Per-sien zu führen beschlossen hatte, so wollte er dennoch nurder freien Wahl der Griechen diesen Vorzug verdanken.Als die zu dem amphiktyonischen Bunde gehörigen Staa-ten versammelt waren, stellten Philipps Redner einGemälde aller Kriege und Bedrückungen auf die Grie-chenland seit mehr als einem Jahrhundert von den Per-sern erduldet hatte. Die Erpressungen und Gewaltthä-tigkeiten gegen die griechischen Pflanzstädte in Asienwurden sorgfältig erinnert, und die Gefühle aller An-wesenden zur Rache gegen einen Feind aufgefordert, des-sen Absicht Vertilgung des griechischen Namens seit vie-len Menschenaltern gewesen sey. Klüglich erwähntendie Redner nichts von dem, was in den lezten Zeitengegen die Abſichten des Königs unternommen worden;ihr Zwek war, den Krieg gegen Persien zur Sache derNation zu machen, und dieser Zwek ward erreicht. DerKrieg ward einstimmig beschlossen; alle Staaten vonGriechenland, mit Ausnahme von Sparta, das an denVerhandlungen zu Korinth keinen Theil nahm, und dieAnordnungen Philipps für Folgen der Unterjochunghielt, vereinigten sich, ein Heer gegen Persien aufzustel-len. Die Würde des obersten Befehlshabers ward demKönig von Macedonien übertragen. Die Streitkräftedieses Bundes, mit Inbegriff der barbarischen Hülfsvöl-ker aus Thrazien und Illyrien betrugen zweimalhundert-tausend Mann zu Fuß, und fünfzehntausend Reiter.Die Rüstungen zu dem beschlossenen Feldzug wurden mitgroßer Thätigkeit betrieben, als Philipps herrschsüchti-ge Entwürfe durch den Dolch eines Meuchelmördersgehemmt wurden.Schon seit geraumer Zeit war die königliche Familiedurch häusliche Zwietracht zerrüttet. Olympias, die MutterAlexanders, hatte dem König wegen seinen AusschweifungenVorwürfe gemacht, die ihn endlich bestimmten, sich von ihrzu