Druckschrift 
2 (1821)
Entstehung
Seite
97
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Vierter Abschnitt.ausgebessert, und Demosthenes bestritt die Kosten die-ser Arbeit aus seinem eigenen Vermögen. Phocionward zu dem Oberbefehl über die allgemeine Bewaff-nung berufen, und der unglükliche Feldherr Lysicles,dessen Unfähigkeit mehr denen, die ihn gewählt hatten,zur Verantwortung und Schande gereichte als ihmselbst, auf den Antrag des Redners Lykurg zum Todeverurtheilt. Diese Anstalten hätten die Erbitterungdes Siegers erregen können, auch fehlte es nicht anStimmen in seinem Rathe, die ihn zur Rache gegeneine Stadt aufriefen, deren Bewohner seit zwanzigJahren seine Entwürfe oft in dem Zeitpunkt der Voll-endung vernichtet hatten; aber Philipp, der den Werthdieser Stadt genau kannte, antwortete denen, dieAthens Zerstörung wünschten:Hab' ich so viel fürden Ruhm gethan, und soll nun die Quelle desselbenvernichten? Er trug ihnen durch den Antipater undseinen Sohn Alexander den Frieden auf folgende Be-dingnisse an: Sie sollten Abgeordnete zu der Ver-sammlung aller Staaten Griechenlands schicken, die indem nächsten Frühjahr auf der korinthischen Erdengegehalten würde, um die Anzahl der Mannschaft fest-zusetzen, die jeder Staat zu dem persischen Feldzugliefern sollte; sie sollten die Insel Samos abtreten,wo gewöhnlich ihre Flotte lag, und die das Haupt-bollwerk ihrer Besitzungen an der See war. Dage-gen wurde ihnen der ungestörte Besiz von Attica undihrer erblichen Verfassung zugesichert. Die Herrschaftüber die Stadt Oropus, um deren Besiz Athen mitTheben lange gestritten hatte, ward den Athenernübergeben.Diese Bedingnisse veranlaßten eine Gesandtschaftan den macedonischen König, welche den Auftrag hat-te, den Frieden abzuschließen. Theben ward nicht sogroßmüthig behandelt. Die früheren Verhältnisse, und2r Band.die