Vierter Abschnitt.93te allgemeine Bestürzung. Die Bürger waren schonvom Markte nach Hause gegangen, und die Magi-stratspersonen speisten im Prytaneum, als ein Eilbo-te die fürchterliche Kunde überbrachte. Augenbliklichwaren alle Strassen mit Menschen angefüllt, Bestür-zung und Schrecken war auf jedem Gesichte; der Markt-plaz ward geräumt, und die hölzernen Buden derKrämer verbrannt. Bei Anbruch des Tages war dasVolk versammelt, und die Prytanen an ihren Plätzen,als der Archon die unglükliche Nachricht verkündete.Nun trat der Gewohnheit gemäß der Herold auf, undfragte mit lauter Stimme, wer den Rednerstuhl be-steigen wolle. Niemand antwortete, als endlich nach öf-ters wiederholtem Rufe Demosthenes sich erhob. Dieservollendete Redner wekte in den verzweifelnden Gemü-thern seiner Mitbürger Hoffnung und Muth; er zeig-te ihnen, daß Philipp nur darum Elatea besezt habe,weil er wegen den Gesinnungen der Theber besorgtsey, zwar habe er viele Anhänger in Theben, alleinder größte Theil des Volkes hege feindliche Gesinnun-gen gegen den König. Jetzt sey es Zeit, sich festmit diesem Staate zu verbinden, alle früheren Feh-den zu vergessen, und mit vereinter Kraft dem Feindeder Freiheit Griechenlands entgegen zu treten. DerKampf von Griechen gegen Griechen sey der Kampffür den Ruhm, der Kampf mit Philipp werde zur Ret-tung des Vaterlandes von dem schimpflichen Joche desFremdlings geführt. „Laßt eure Macht, sprach er mitvermunternder Zuversicht, nach Eleusis ziehen, zeigt„den Thebern und ganz Griechenland, daß ihr bereit„seyd, entschlossen euern angestammten Muth dem Fein-„de der Freiheit entgegen zu stellen. Sendet ohne„Verzug Gesandte nach Theben; erinnert diese Repub-plik an die Dienste, die ihr unsere Vorältern geleistet„haben; sagt ihren Bürgern, daß Athen jeden Zwist„mit den Griechen vergessen habe, und die Sache des„Vaterlandes nie verlassen werde. Bietet diesem Staa-
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