Zweiter Abschnitt.in zerstreuten Meiereien und Dörfern den Feldbaubetrieben hatten. Die Mantineer empfiengen dieseBotschaft mit gerechtem Unwillen; ihre Stadt war be-festigt, wohlbevölkert, und reichlich mit Lebensmittelnversehen. Die Sparter sandten den König Agesipolisgegen Mantinea. Nachdem die Bewohner mehrereStürme abgeschlagen hatten, schwellte Agesipolis denFluß Ophis, der durch Mantinea floß, durch einenhohen Damm. Die nach damaliger Sitte aus Lehm-ziegeln erbauten Festungswerke wurden losgeweicht, undder Wall sank nieder. Die Mantineer wurden ge-zwungen, ihre Stadt zu zerstören, und sich auf diealten Wohnsitze ihrer Väter zu zerstreuen. Diesem er-sten Gewaltstreich folgten bald mehrere derselben Art,so ward die Verfassung der kleinen Republik Phliusdurch den Agesilaus umgestoßen und die Volksregierunggewaltsam abgeschafft; und so vollzogen die Spar-ter den Punkt des Friedens, nach welchem jede Stadtihre Verfassung und ihre Gesetze ungestört genießensollte.Wichtiger, als die Unternehmung der Sparter ge-gen Mantinea und Phlius, war der Krieg gegen dieStadt Olynth. Im Anfang des peloponnesischen Krie-ges hatte sich diese Stadt aus verschiedenen Gemeinden inThaleis gebildet. Ihre Lage in einer fruchtbaren Ge-gend zwischen zwei Flüssen war so glüklich gewählt,daß sie bald eine sehr beträchtliche Anzahl von Bür-gern in ihren Mauern versammeln, die schwächernNachbarn sich einverleiben, und dadurch zu einerStufe von Macht gelangen konnte, die den benachbar-ten Mazedoniern und Thraziern, besonders aber den na-he gelegenen; Städten Acanthus und Apollonia furcht-bar wurde. Diese Städte verlangten die Hülfe vonLacedämon. Bereitwillig ſandten die Sparter, blosum die ihnen durch den Frieden übertragene Gewalt2r Band.zu
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