Druckschrift 
2 (1821)
Entstehung
Seite
16
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10Geschichte der Griechen,des Agesilaus und der großen Schätze, die dieser Fürstaus den persischen Provinzen Kleinasiens nach Spartagebracht hatte, dennoch die Bevölkerung des Staatesmerklich vermindert, und der Wohlstand des Gemein-wesens beträchtlich gesunken war; sie gaben folglichdurch diesen Frieden nichts ab, als was sie nach ihrerörtlichen Lage zu behaupten nicht hoffen durften; al-lein indem Sparta von dem persischen König beauf-tragt wurde, die Bedingnisse des Friedens zu vollzie-hen, war dieser Republik ein weites Feld zur Befrie-digung ihres Ehrgeizes und ihrer Herrschsucht eröffnet.Der Punkt des Friedens, daß alle größere und klei-nere Staaten in dem ungestörten Genuße ihrer ange-stammten Gesetze und Freiheiten für immer bleiben soll-ten, stellte Sparta als die Beschützerin der FreiheitGriechenlands dar, aber die Absicht, wegen welcherAntalcidas diesen Punkt in die Friedensbedingnisse auf-nahm, war, die von den größern Staaten Griechen-lands in Abhängigkeit erhaltenen Städte und Gemein-den von denselben loszureissen, sie in eine Verbindungzu versammeln, durch ihre Hülfe die nun geschwächteMacht dieser Staaten allmählig zu überwältigen, undso die Alleinherrschaft über ganz Griechenland an sichzu ziehen. In allen Städten nährten sie die Erbit-terung der in verschiedene Partheien getrennten Bür-ger unter sich selbst und gegen die Hauptstädte; ge-wöhnlich wurden die Sparter zu Schiedsrichtern er-wählt, und immer schlichteten sie den Streit zu ihremVortheil. Aber diese Art der Unterjochung schien ihrerUngeduld zu langweilig; unter dem nichtigen Vorwand,daß die Bewohner von Mantinea, der Hauptstadt Ar-cadiens, während den lezten Unruhen im Peloponnesdie Stadt Argos mit Getreide versehen, und über dieUnfälle Sparta's Freude bezeigt hätten, ward diesenfriedlichen Bürgern befohlen, ihre Stadt zu verlassen,und die Lebensweiſe ihrer Vorfahren zu ergreifen, die

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