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Die Düsseldorfer Malerschule und ihre Leistungen seit der Errichtung des Kunstvereines im Jahre 1829 : Ein Beitrag zur modernen Kunstgeschichte
Entstehung
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93da sie nicht im Entferntesten in's Gebiet des Scherzes streifen,erscheinen Ruth und Boas von Bendemann, Tankred undClorinde von Hildebrandt, Roland von Hübner, Rebekka undMoſis Auffindung von Köhler, Thisbe von Steinbrück undKannengießer, Christensclavinnen von Stilke, Frithiof und In-geborg von Volkhard, Armida von Hanstein, Kretschmar'sWallenstein, Müller's Tobias u. a m.Scenen aus der Geschichte ohne genauere Anschließung aneine allgemeinere abstracte Fähigkeit oder Leidenschaft des Men-schen bieten Grashoff, Kiederich, Lessing, Mücke und Stilke.Sohn's mythologische Bilder gehören, streng genommen,nicht zur Rubrik der ernsten Lebensbilder, aber da wir sie,ihrer hohen Bedeutung wegen, nicht zum Genre rechnen woll-ten, so bleiben wir bei der alten Anordnung, wornach sie zuden Historienbildern rangirt werden.In der Wahl dieser Sujets, nicht in der Anzahl, wirdman Reichthum und Mannigfaltigkeit erkennen, vorzüglich, wennman die wenigen Jahre der Erschaffung und die geringe Zahlder Künstler berücksichtigt, welche ihre Hauptthätigkeit der Hi-storie zugewandt haben. Nicht ein Einziger verbraucht seineKräfte ausschließlich in diesem Kunstgebiete, und wir wer-den Gelegenheit haben, Allen noch anderwärts zu begegnen.Dennoch können wir, wie mehrmals angedeutet, nicht ver-hehlen, daß kaum die ersten Anfangsworte des neuen Kunst-evangeliums geschrieben sind, und unaussprechliche Schätze derZukunft zur Exploitation übrig bleiben. Auch müssen wir noch-mals unsere früheren Worte wiederholen, daß nur die Kori-phäen der Schule den Geist und das Bedürfniß der Zeit er-kannt haben, der große Haufe dagegen unsicher vom Alten zumNeuen, vom Ideal zur Natur, vom Leben zum Tode schwankt.