ihm absichtlich gleich fern, zum Theil, weil er aus Erfahrungweiß, daß in dieser Beziehung die Ursachen oft lange nicht soangenehm sind als die Wirkungen.Seit mehreren Jahren ein stiller Beobachter der Kunst-entwicklung in der düsseldorfer Schule, erfreute ihn das sicht-bare Streben nach Vervollkommnung und Originalität, das sichso vieler Künstler bemächtigte und ihren Werken allgemeine Auf-merksamkeit zulenkte. In chronologischer Ordnung sammelte erbei den jährlichen Ausstellungen und bei andern Gelegenheiten ein-zelne Bemerkungen ohne andre Absicht, als die jährlich erneutenGenüsse durch Erinnerung an frühere noch zu vermehren. Ingegenwärtiger Schrift ist nun der Versuch gemacht worden, dieseaphoristischen Bemerkungen zu einem, wenn auch lückenhaften,Ganzen zu verbinden. Dies über die Entstehung der nachfol-genden Blätter; was die Behandlungsweise anbelangt, so istder Verfasser zufrieden, wenn man seinen Wunsch, das Natur-wahre zu befördern, nicht verkennt, und ihm wenigstens darinGerechtigkeit widerfahren läßt, daß er kein Verehrer des jetztso beliebten Nihilismus ist, und wo möglich das Materialzum neuen Baue andeutet, wenn er die alten morschen Wändeumzustürzen sucht. — Ob man ihm das Recht zum Umsturzeinräumt? das ist gleichgültig, wenn man nur die Nothwen-digkeit des Umsturzes einsieht. — Ob das angedeutete Materialgut ist? ob es sich in der Praxis bewähren würde? Der Ver-fasser kann nur mit seiner subjectiven Ueberzeugung dafür bür-
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Die Düsseldorfer Malerschule und ihre Leistungen seit der Errichtung des Kunstvereines im Jahre 1829 : Ein Beitrag zur modernen Kunstgeschichte
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