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Kriegsschauplatz an der Erft und Roer im Sommer 1758 : nebst einer Uebersichtskarte
Entstehung
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41wieder herangezogene Feldbäckerei den Fluß überschritten hatten.Der Durchzug dieser Colonnen durch die Stadt nahm die ganzeNacht in Anspruch. Der Prinz von Holstein blieb mit der Nachhutbei Herongen stehen, wo am andern Morgen mit Tagesanbruchder Oberst von Linstow mit der Garnison von Roermonde eintraf,der sich in der Nacht den die Stadt bereits einschließenden Fran-zosen glücklich entzogen hatte. Die Nachhut war vom Feinde nichtbeunruhigt worden.Früh am 4. August setzte der Herzog sich wieder in Marschund erreichte Mittags Rheinberg, wo das Lager aufgeschlagenwurde. Der Marsch war sehr beschwerlich gewesen, da die Wegedurch das Eyler= und Aldekerker=Bruch, trotzdem daß die ganze Nachtan deren Herstellung gearbeitet worden, sehr schlecht waren. Erstmit Einbruch der Nacht trafen die letzten Abtheilungen im Lagerein. Die Nachhut unter dem Prinzen von Holstein erreichte erstam folgenden Tage, 5. August, Kloster Camp und nahm daselbstStellung. Sie war abermals auf dem Marsche nicht angegriffenworden, obgleich französische Berichte angeben, daß gerade an diesem Tage der General Graf St. Germain mit etwa 6000 MannAldekerk passirt habe, um ein Lager unter den Kanonen vonGeldern zu beziehen.*)Im Lager bei Rheinberg fand der Herzog eine Nachrichtwelche ihm große Besorgnisse einflößte: es war die Meldung desGeneral von Imhoff, daß der General von Chevert mit 14 Ba-taillonen und mehreren Escadrons die Lippe bei Wesel überschrit-ten habe, und gegen Rees im Anmarsch sei. Imhoff hatte nur6 Bataillone und 4 Escadrons zur Verfügung. Verstärkungkonnte ihm nicht zugeschickt werden, da die Brücke bei Rees durchUeberschwemmung ungangbar geworden war und überdies diefast übermüdeten Truppen nicht weiter marschiren konnten. Am5. August entsendete jedoch der Herzog den General von Wangen-heim mit 3 Bataillons und 4 Escadrons nach Xanten, um demGeneral Imhoff näher zu sein, mit der Weisung, unter allenUmständen den Versuch zu machen, auf das rechte Rheinufer zugelangen.*) Wir haben also hier das Vorspiel zu dem bekannten Chassé-croiséwelches Engländer und Franzosen mit den Russen nach der Alma=Schlachtbei dem Marsche auf die Südseite von Sebastopol aufführten.